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Lagergehäuse

Geteilte Stehlagergehäuse SNV

Geteilte Stehlagergehäuse SNV:

  • sind nach dem Baukastenprinzip aufgebaut und sehr flexibel einsetzbar ➤ Abschnitt
  • sind geeignet für unterschiedliche Lagerarten und Baugrößen mit Bohrungsdurchmessern von 20 mm bis 160 mm ➤ Abschnitt
  • sind mit einem umfangreichen Programm von Dichtungen kombinierbar, die einen breiten Anforderungs- und Temperaturbereich abdecken ➤ Bild und ➤ Abschnitt.

Dichtungen für geteilte Stehlagergehäuse
SNV

T = zulässige Dauertemperatur der Dichtung

Gehäuseausführung

Gehäuse für vielfältige Anwendungen

Geteilte Stehlagergehäuse SNV und die zugehörigen Lager bilden Lagerungseinheiten, die durch Kombination mit dem passenden Zubehör auf sehr vielfältige Anwendungen abgestimmt werden können ➤ Bild. Anwendungen gibt es zum Beispiel bei Landwirtschafts­maschinen, in der papierverarbeitenden Industrie, im Bergbau, der Auf­bereitungstechnik, der Stahlindustrie und in Kraftwerken.

Geteilte Stehlagergehäuse
SNV

Gehäuse SNV052 bis SNV200 werden ohne Ringschraube, Gehäuse SNV215 bis SNV340 werden mit Ringschraube geliefert.

Baukastenprinzip

Ausschlaggebend ist der Außendurchmesser des Lagers

Die Gehäuse sind nach dem Baukastenprinzip konstruiert. In jedes Gehäuse können Wälzlager verschiedener Durchmesser- und Breiten­reihen eingebaut werden, wenn sie den zum Gehäuse passenden Außendurchmesser haben.

Dichtungen sind auf den Wellendurchmesser abgestimmt

Die Lager können je nach Ausführung entweder direkt oder mit Spannhülse auf der Welle befestigt werden. Bei derselben Lagergröße ergibt das unterschiedliche Wellendurchmesser. Entsprechend abgestimmte Dichtungen gleichen die Abstände zwischen Welle und Gehäusekörper aus.

Geeignete Lager

Wellendurchmesser von 20 mm bis 160 mm und von 3/4 inch bis 5 1/2 inch

Geteilte Stehlagergehäuse SNV sind bestimmt für den Einbau von Pendelrollenlagern, Toroidalrollenlagern, Pendelkugellagern und Tonnenlagern mit kegeliger oder zylindrischer Bohrung sowie von Rillenkugellagern ➤ Tabelle. Die Wellendurchmesser betragen 20 mm bis 160 mm und 3/4 inch bis 5 1/2 inch.

Lagerarten und Baugrößen

Lagerart

Baugröße

Pendelrollenlager
  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

21307..-K bis 21322..-K

  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

22205..-K bis 22232..-K

  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

22308..-K bis 22332..-K

  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

23218..-K bis 23232..-K

  • mit zylindrischer Bohrung

21304 bis 21322

  • mit zylindrischer Bohrung

22205 bis 22232

  • mit zylindrischer Bohrung

22308 bis 22332

  • mit zylindrischer Bohrung

23218 bis 23232

Toroidalrollenlager
  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

C2212..-K bis C2232..-K

  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

C2312..-K bis C2332..-K

  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

C3218..-K bis C3232..-K

  • mit zylindrischer Bohrung

C2212 bis C2232

  • mit zylindrischer Bohrung

C2312 bis C2332

  • mit zylindrischer Bohrung

C3218 bis C3232

Fortsetzung ▼

Lagerarten und Baugrößen

Lagerart

Baugröße

Pendelkugellager
  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

1205-K bis 1222-K

  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

1305-K bis 1320-K

  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

2205-K bis 2220-K

  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

2305-K bis 2320-K

  • mit zylindrischer Bohrung

1205 bis 1222

  • mit zylindrischer Bohrung

1305 bis 1320

  • mit zylindrischer Bohrung

2205 bis 2220

  • mit zylindrischer Bohrung

2304 bis 2320

Tonnenlager
  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

20205-K bis 20232-K

  • mit kegeliger Bohrung und Spannhülse

20305-K bis 20332-K

  • mit zylindrischer Bohrung

20205 bis 20232

  • mit zylindrischer Bohrung

20305 bis 20330

Rillenkugellager
  • mit zylindrischer Bohrung

6205 bis 6232

  • mit zylindrischer Bohrung

6304 bis 6332

Fortsetzung ▲

Geteilte Pendelrollenlager

Beim Lageraustausch können ungeteilte Pendelrollenlager mit Spannhülse durch geteilte Pendelrollenlager ersetzt werden. Dadurch wird der Aufwand für den Lageraustausch in vielen Anwendungsfällen stark reduziert.

Zur Sicherstellung korrekter Gehäuse-Lager-Kombinationen bei Verwendung geteilter Lager bitte bei Schaeffler rückfragen.

Das Programm der geteilten Pendelrollenlager wird in einer separaten Publikation ausführlich beschrieben TPI 250.

Werkstoffe, Korrosionsschutz

Werkstoffe

Standardwerkstoff der Gehäusekörper ist Grauguss EN-GJL-HB215 nach DIN EN 1561 (Nachsetzzeichen L). Auf Anfrage können Gehäusekörper aus Sphäroguss EN-GJS-400-15 nach DIN EN 1563 (Nachsetzzeichen D) geliefert werden.

Korrosionsschutz

Alle nicht spanend bearbeiteten Außenflächen sind mit einem Universal­anstrich versehen (Farbe RAL 7031, blaugrau). Der Anstrich ist überlackierbar mit allen Kunstharz-, Polyurethan-, Acryl-, Epoxidharz-, Chlorkautschuk-, Nitro- und säurehärtenden Hammerschlaglacken.

Spanend bearbeitete Innen- und Außenflächen sind mit einem Korrosionsschutz versehen, der leicht entfernbar ist. Es wird empfohlen, dazu nur flüchtige Lösungsmittel und fusselfreie Lappen zu verwenden.

Fest- und Loslager

Festlagerung durch Festringe

Die Lagersitzstellen im Gehäuse sind so bearbeitet, dass die Lager im Gehäuse verschiebbar sind, also als Loslager wirken. Festlagerungen erhält man durch Einlegen von je einem Festring FRM an beiden Seiten des Lageraußenrings. So sitzt das Lager in der Gehäusemitte. Festringe müssen separat bestellt werden.

Belastbarkeit

Richtwerte

Für die Bruchlast der Stehlagergehäuse SNV und die maximale Belastbarkeit der Verbindungsschrauben von Gehäuseober- und ‑unterteil werden Richtwerte angegeben ➤ Bild und ➤ Tabelle. Die Richtwerte gelten für eine rein statische Belastung.

Die Richtwerte für die Gehäusebruchlast gelten für den Standardwerkstoff Grauguss (Nachsetzzeichen L). Für Sphäroguss (Nachsetzzeichen D) gilt der 1,6-fache Wert.

Die Richtwerte gelten nur dann, wenn die Ebenheit der Aufspannfläche nach DIN EN ISO 1101 dem Toleranzgrad IT8 nach DIN EN ISO 286-1 entspricht (gemessen über die Diagonale). Voraussetzung zur Aufnahme der Belastungen ist, dass die Gehäusegrundfläche vollständig und starr unterstützt ist.

Sicherheitsfaktoren

Bei der Festlegung der zulässigen statischen Belastung sind Sicherheitsfaktoren zu berücksichtigen:

  • Sicherheitsfaktor 6 gegenüber der Gehäusebruchlast
  • Sicherheitsfaktor 3 gegenüber der maximalen Belastbarkeit der Verbindungsschrauben.

Axial ist das Gehäuse maximal mit 2/3 der Gehäusebruchlast F180° belastbar.

Bei axialer Belastung des Gehäuses ist die zulässige Axialbelastung des eingebauten Lagers zu berücksichtigen. Wird das Lager mit einer Spannhülse auf der Welle befestigt, muss außerdem die axiale Haltekraft von Lager und Spannhülse berücksichtigt werden.

Bei einer Lastrichtung zwischen 55° und 120° oder bei axialer Belastung wird empfohlen, die Gehäuse durch Anschläge oder Stifte in Lastrichtung zu sichern.

Lastrichtungen F zu den Richt­werten für Gehäusebruchlast und maximale Belastbarkeit der Verbindungs-schrauben

Richtwerte für Gehäusebruchlast und maximale Belastbarkeit der Verbindungsschrauben. Anziehdrehmomente

Gehäuse

Gehäusebruchlast in Lastrichtung F
Gehäuse aus Grauguss

Gehäuse

Verbindungsschrauben

Kurzzeichen

Kurzzeichen

Gewinde
nach DIN 13

Anzieh­-
dreh­moment1)

Maximale Belastbarkeit
in Lastrichtung F2)

55°

90°

120°

150°

180°

Werkstoff 8.8

120°

150°

180°

kN

kN

kN

kN

kN

Nm

kN

kN

kN

SNV052-F-L

160

95

70

60

80

SNV052-F-L

M10

51

60

35

30

SNV062-F-L

170

100

80

65

85

SNV062-F-L

M10

51

60

35

30

SNV072-F-L

190

110

85

80

95

SNV072-F-L

M10

51

60

35

30

SNV080-F-L

210

130

95

85

105

SNV080-F-L

M10

51

60

35

30

SNV085-F-L

225

140

100

90

120

SNV085-F-L

M10

51

60

35

30

SNV090-F-L

265

160

120

105

130

SNV090-F-L

M10

51

60

35

30

SNV100-F-L

280

170

125

120

140

SNV100-F-L

M12

87

80

45

40

SNV110-F-L

300

180

130

125

150

SNV110-F-L

M12

87

80

45

40

SNV120-F-L

335

200

150

130

170

SNV120-F-L

M12

87

80

45

40

SNV125-F-L

335

200

150

130

170

SNV125-F-L

M12

87

80

45

40

SNV130-F-L

400

250

180

150

200

SNV130-F-L

M12

87

80

45

40

SNV140-F-L

425

265

190

170

210

SNV140-F-L

M12

87

80

45

40

SNV150-F-L

475

280

200

180

235

SNV150-F-L

M12

87

80

45

40

SNV160-F-L

530

335

250

210

265

SNV160-F-L

M16

215

180

100

90

SNV170-F-L

560

355

265

225

280

SNV170-F-L

M16

215

180

100

90

Gehäuse

Gehäusebruchlast in Lastrichtung F
Gehäuse aus Grauguss

Gehäuse

Verbindungsschrauben

Kurzzeichen

Kurzzeichen

Gewinde
nach DIN 13

Anzieh­dreh­moment1)

Maximale Belastbarkeit
in Lastrichtung F2)

55°

90°

120°

150°

180°

Werkstoff 8.8

120°

150°

180°

kN

kN

kN

kN

kN

Nm

kN

kN

kN

SNV180-F-L

630

375

280

250

300

SNV180-F-L

M20

430

260

150

130

SNV190-F-L

630

375

280

250

300

SNV190-F-L

M20

430

260

150

130

SNV200-F-L

670

400

315

280

335

SNV200-F-L

M20

430

260

150

130

SNV215-F-L

800

450

355

315

400

SNV215-F-L

M20

430

260

150

130

SNV230-F-L

900

530

400

355

450

SNV230-F-L

M24

740

360

210

180

SNV240-F-L

1  000

600

450

400

500

SNV240-F-L

M24

740

360

210

180

SNV250-F-L

1  060

630

475

425

530

SNV250-F-L

M24

740

360

210

180

SNV260-F-L

1  180

710

530

475

600

SNV260-F-L

M24

740

360

210

180

SNV270-F-L

1  180

710

530

475

600

SNV270-F-L

M24

740

360

210

180

SNV280-F-L

1  320

750

600

530

630

SNV280-F-L

M24

740

360

210

180

SNV290-F-L

1  400

850

630

560

710

SNV290-F-L

M24

740

360

210

180

SNV300-F-L

1  500

900

670

600

750

SNV300-F-L

M24

740

360

210

180

SNV320-F-L

1  700

1  000

750

670

850

SNV320-F-L

M24

740

360

210

180

SNV340-F-L

1  900

1  120

850

750

950

SNV340-F-L

M30

1  450

640

370

320

  1. Die Anziehdrehmomente sind Maximalwerte bei 90%iger Ausnutzung der Streckgrenze des Schraubenwerkstoffs und einem Reibungskoeffizienten von 0,14. Wir empfehlen, die Schrauben mit 70% dieser Werte einzufügen.
  2. Maximale Belastbarkeit in Lastrichtung F, so dass noch Kontakt an der Teilungsfläche von Gehäuse­ober- und -unterteil besteht.
Bei Gehäusen aus Sphäroguss (Nachsetzzeichen D) ist die Gehäusebruchlast 1,6-mal so hoch wie bei Gehäusen aus Grauguss.

Schmierung

Fettschmierung

Geteilte Stehlagergehäuse SNV sind vor allem für Fettschmierung vorgesehen. Die Gehäuse können aber auch in einer Ausführung für Ölschmierung geliefert werden.

Schmierfette

Geeignete Schmierfette

Arcanol Multitop, ein Lithiumseifenfett der NLGI-Klasse 2 mit besonders wirksamen EP-Zusätzen, ist bei folgenden Bedingungen bestens geeignet:

  • Lagerbetriebstemperaturen < +100 °C
  • Lagerbelastungen P/C < 0,3
  • lagerbezogener Drehzahlkennwert kf · n · dM < 700  000 min-1 · mm
    • wobei gilt: kf = 1 für Pendelkugellager und Rillenkugellager, kf = 8 bis 10,5 für Pendelrollenlager.

Wegen des günstigen Fließverhaltens sind bei Nachschmierung Fette der NLGI-Klasse 2, zum Beispiel Arcanol Multitop und Arcanol Multi2, besser geeignet als Fette höherer NLGI-Klassen.

Fettmengen

Grundregel für Erstbefettung

Bei der Erstbefettung gilt als Grundregel, das Lager zu 100% und das freie Volumen des Gehäuses zu 60% mit Fett zu füllen. Darauf basieren die empfohlenen Fettmengen ➤ Tabelle. Das freie Volumen ist der Raum im Gehäuse, der nach Einbau von Lager, Spannhülse, Welle und Dichtungen frei bleibt.

Nachschmierung

Für die Nachschmierung werden Mindestmengen für das Schmierfett empfohlen ➤ Tabelle.

Empfohlene Fettmengen für Erstbefettung und Nachschmierung

Gehäuse

Fettmenge

Erstbefettung

Nachschmierung
(Mindestmenge)

≈ g

≈ g

SNV052-F

30

5

SNV062-F

45

5

SNV072-F

65

10

SNV080-F

80

10

SNV085-F

105

10

SNV090-F

130

10

SNV100-F

180

15

SNV110-F

210

15

SNV120-F

270

20

SNV125-F

290

20

SNV130-F

330

20

SNV140-F

440

25

SNV150-F

500

30

SNV160-F

650

40

SNV170-F

700

45

SNV180-F

900

55

SNV190-F

950

60

SNV200-F

1  200

70

SNV215-F

1  400

80

SNV230-F

1  600

85

SNV240-F

1  700

90

SNV250-F

2  000

100

SNV260-F

2  000

120

SNV270-F

2  500

130

Fortsetzung ▼

Empfohlene Fettmengen für Erstbefettung und Nachschmierung

Gehäuse

Fettmenge

Erstbefettung

Nachschmierung
(Mindestmenge)

≈ g

≈ g

SNV280-F

2  600

140

SNV290-F

3  000

150

SNV300-F

3  100

160

SNV320-F

3  700

200

SNV340-F

4  500

240

Fortsetzung ▲

Sonderfall einer 100%-Fettfüllung

Bei einem Drehzahlkennwert n · dM < 50  000 min-1 · mm und einer berührungsfreien Dichtung (Labyrinthdichtung TSV), wobei das Fett auch eine Dichtfunktion übernehmen soll, sind die Gehäuse- und Dichtungs­freiräume zu 100% zu füllen.

Nachschmierung

Lager mit umlaufender Schmiernut

Bei Nachschmierung von Lagern mit umlaufender Schmiernut wird das Schmierfett über die mittige Schmierbohrung in das Gehäuse eingebracht ➤ Bild. Bei dieser Art der Nachschmierung wirkt das Fett direkt auf die Laufbahn des Lagers.

Lager ohne Schmiernut

Bei Nachschmierung von Lagern ohne Schmiernut muss das Schmierfett über die seitliche Schmierbohrung in das Gehäuse eingebracht werden. In diesem Fall sind die Gehäusefreiräume auf der Seite des Schmier­nippels komplett mit Fett zu füllen, damit das nachgeschmierte Fett sofort auf das Lager wirken kann.

Schmiernippel dauerhaft einsetzen

In beiden Fällen muss zur Verwendung der vorhandenen Schmierbohrung (Gewindebohrung M10×1) die Verschlussschraube entfernt und einer der beigelegten Schmiernippel dauerhaft an dieser Stelle eingesetzt werden.

Markierte Positionen für weitere Schmierbohrungen

Alternativ zu den vorhandenen Schmierbohrungen können an weiteren, durch eingegossene Markierungspunkte gekennzeichneten Positionen Schmierbohrungen eingebracht werden.

An weiteren markierten Positionen können Schmierbohrungen zur Nachschmierung von Labyrinthdichtungen angebracht werden.

Vermeidung von Überfettung

Für die Nachschmierung werden Mindestmengen für das Schmierfett empfohlen ➤ Tabelle. Um eine Überfettung zu vermeiden, ist für die Dauer der Nachschmierung die Verschlussschraube der Fettaustrittsbohrung im Gehäuseunterteil zu entfernen. Dadurch kann das überschüssige Fett austreten. Insbesondere bei Verwendung von Zweilippendichtungen DH ist dies unbedingt zu beachten. Sonst besteht die Gefahr, dass die Zweilippendichtung aus dem Gehäuse gedrückt wird.

Anschließend muss die Fettaustrittsbohrung wieder mit der Verschlussschraube verschlossen werden.

Bei ungünstigen Umgebungsbedingungen besteht durch das Öffnen der Fettaustrittsbohrungen das Risiko des Schmutzeintrags ins Gehäuse.

Positionen zur Nachschmierung


SNV052-F bis SNV200-F


SNV215-F bis SNV340-F


Mittige Schmierbohrung, für Lager mit Schmiernut


Seitliche Schmierbohrung, für Lager ohne Schmiernut


Markierte Positionen für weitere Schmierbohrungen zur Schmierung des Lagers


Markierte Positionen für Schmierbohrungen zur Schmierung von Dichtungen


Fettaustrittsbohrung

Normteile und Abmessungen

Verschlussschrauben

Schmier- und Fettaustrittsbohrungen sind mit Verschlussschrauben nach DIN 906 verschlossen.

Schmiernippel

Beigelegte Schmiernippel mit Staubschutzkappe:

  • Flachschmiernippel nach DIN 3404-M10×1
  • Kegelschmiernippel nach DIN 71412-AM10×1.

Abmessungen

Die Größe der Fettaustrittsbohrung ist abhängig von der Größe des Gehäuses ➤ Tabelle.

Abmessungen der Gewindebohrungen

Gehäuse

Gewinde für

Fettaustrittsbohrung

Nachschmierbohrung

SNV052-F – SNV090-F

M10×1

M10×1

SNV100-F – SNV125-F

M14×1,5

SNV130-F – SNV340-F

M20×1,5

Ölschmierung

Eignung für Ölbad- und Ölumlaufschmierung

Geteilte Stehlagergehäuse SNV sind neben Fettschmierung auch für Ölbad- und für Ölumlaufschmierung geeignet. Die Gehäuse haben einen großen Innenraum mit Ölfangtaschen im Gehäuseunterteil. Die Gehäusegeometrie ermöglicht es, Anschlussbohrungen für Ölzulauf, Ölablauf, Ölschauglas und Temperaturfühler anzubringen.

Anschlussbohrungen für Ölschmierung

Abmessungen

Die empfohlenen Abmessungen gelten für Ölbad- und für Ölumlaufschmierung ➤ Tabelle, ➤ Tabelle und ➤ Bild.

Verwendung

Bohrung M2 ist bei Ölumlaufschmierung für den Ölzulauf vorgesehen. Bei Ölbadschmierung kann ein Entlüfter für die Gehäuseentlüftung eingesetzt werden.

Bohrung M4 ist bei Ölbadschmierung für das Ölschauglas vorgesehen. Bei Ölumlaufschmierung kann die Bohrung für den Ölablauf verwendet werden.

Empfohlene Abmessungen der Anschlussbohrungen für Ölzulauf und Ölablauf

Gehäuse

Anschluss für

Ölzulauf

Ölablauf

M2

n3/2

M3

α

g6

mm

°

mm

SNV100-F

G1/4

31

M10×1

50

44

SNV110-F

G1/4

33,5

M10×1

50

46

SNV120-F

G1/4

35,5

M10×1

50

49

SNV125-F

G1/4

28,5

M10×1

50

49

SNV130-F

G1/4

38

M10×1

50

51,5

SNV140-F

G1/4

40,5

M10×1

60

57,5

SNV150-F

G1/4

42,5

M10×1

60

60

SNV160-F

G1/4

45

M10×1

60

62,5

SNV170-F

G1/4

46,5

M10×1

60

64

SNV180-F

G1/4

19,5

M10×1

60

69

SNV190-F

G1/4

49,5

M10×1

60

68,5

SNV200-F

G1/4

55,5

M10×1

60

77,5

SNV215-F

G1/4

58,5

M10×1

60

80

SNV230-F

G1/4

61

M10×1

60

83

SNV240-F

G1/4

60

M10×1

60

81,5

SNV250-F

G1/4

65,5

M10×1

60

89

SNV260-F

G1/4

62,5

M10×1

60

84

SNV270-F

G1/4

71,5

M10×1

60

86,5

SNV280-F

G1/4

68

M10×1

60

92,5

SNV290-F

G1/4

76

M10×1

60

102,5

SNV300-F

G1/4

73

M10×1

60

99,5

SNV320-F

G1/4

77

M10×1

60

105,5

SNV340-F

G1/4

81

M10×1

60

109,5

Empfohlene Abmessungen der Anschlussbohrungen für Ölschauglas

Gehäuse

Anschluss für Ölschauglas

M4

g7

h3

D5

mm

SNV100-F

G3/8

33

31

24

SNV110-F

G3/8

35

28

24

SNV120-F

G3/8

38

35

24

SNV125-F

G3/8

44

24

24

SNV130-F

G1/2

43

28,5

30

SNV140-F

G1/2

45

40

30

SNV150-F

G1/2

47

38

30

SNV160-F

G1/2

50

39

30

SNV170-F

G3/4

55

46

36

SNV180-F

G3/4

57

43

36

SNV190-F

G3/4

48

45

36

SNV200-F

G3/4

62

50

36

SNV215-F

G3/4

67

58

36

SNV230-F

G3/4

70

60

36

SNV240-F

G3/4

61

60

36

SNV250-F

G3/4

75

55

36

SNV260-F

G3/4

65

65

36

SNV270-F

G3/4

81

55

36

SNV280-F

G3/4

70

60

36

SNV290-F

G3/4

87

58

36

SNV300-F

G3/4

75

70

36

SNV320-F

G3/4

80

73

36

SNV340-F

G3/4

95

75

36

Abmessungen der Anschlussbohrungen


Entlüfter


Verschlussschraube


Ölschauglas

Ausführung für Ölschmierung

Gehäuse mit Anschlussbohrungen für Ölschmierung

Stehlagergehäuse SNV können auf Anfrage in einer Ausführung für Ölschmierung geliefert werden. Gehäuse dieser Ausführung enthalten bereits die Anschlussbohrungen für Ölzulauf, Ölablauf und Ölschauglas in den empfohlenen Abmessungen ➤ Tabelle, ➤ Tabelle und ➤ Bild.

Zum Lieferumfang der Ausführung für Ölschmierung gehören:

  • 1 Ölschauglas OSGL
  • 1 Entlüfter VENT
  • 2 Verschlussschrauben VSB.

Gehäuse mit Anschlussbohrungen nach individueller Vorgabe durch den Kunden können nach Prüfung auf Machbarkeit ebenfalls geliefert werden.

Abdichtung

Abdichtung gegenüber der Welle

Bei Verwendung der Zweilippendichtung DH muss mit einer gewissen Leckölmenge gerechnet werden, wie sie bei nicht federbelasteten und geteilten Dichtungen unvermeidlich ist.

Damit die Leckölmenge gering bleibt, soll die Welle im Bereich der Dichtfläche wie folgt ausgeführt sein:

  • Härte mindestens 55 HRC
  • Drallfrei geschliffen mit Ra = 0,2 mm, mindestens jedoch Ra ≦ 0,5 μm.

Eine technisch öldichte Ausführung ist nur mit einem federbelasteten, ungeteilten Radialwellendichtring möglich.

Abdichtung des Gehäusekörpers

Die Trennstelle zwischen Gehäuseober- und -unterteil muss bei Ölschmierung mit einer dünn auftragbaren, handelsüblichen Dichtungsmasse (dauerelastisch) abgedichtet werden. Bei einseitig geschlossenem Gehäuse ist auch der Nutgrund, in den der Deckel eingelegt wird, mit Dichtungsmasse einzustreichen.

Hinweise zur Ölbadschmierung

Mindestölstand

Bei Ölbadschmierung ist auf den Mindestölstand zu achten. Dieser entspricht dem Maß h3 ➤ Tabelle und ➤ Bild.

Gehäuseentlüftung

Bei Ölbadschmierung muss eine Gehäuseentlüftung vorhanden sein.

Für den Betrieb mit Ölbadschmierung ist eine Gehäuseentlüftung vor­zusehen. Dazu kann zum Beispiel die Einfüllbohrung mit einer Entlüfterschraube verschlossen werden.

Abdichtung

Dichtungen

Standarddichtungen

Zur Abdichtung der Lagergehäuse gibt es als Standarddichtungen die Zweilippendichtung, die Filzdichtung, die Labyrinthdichtung, die V-Ring-Dichtung und die Taconite-Dichtung. Diese Dichtungen sind abgestimmt auf die rechteckigen Ringnuten auf beiden Seiten der Gehäuse. Sie eignen sich vor allem für Fettschmierung. Die Dichtungen müssen separat bestellt werden. Bei der Zweilippendichtung und der Filzdichtung besteht der Lieferumfang aus zwei Dichtungen, alle anderen Dichtungen werden einzeln geliefert. Bei durchgehender Welle sind zwei Dichtungen zu bestellen.

Sonderdichtungen

Auf Anfrage können auch Sonderdichtungen geliefert werden.

Zweilippendichtung DH

Separate Dichtfunktionen nach innen und außen

Die Dichtlippen der Zweilippendichtung DH gleiten auf der rotierenden Welle. Die außen liegende Dichtlippe verhindert Schmutzeintritt in das Lager. Das bei der Montage zwischen die Dichtlippen gefüllte Schmierfett unterstützt diese Wirkung. Die innere Dichtlippe dichtet gegen Schmierstoffaustritt aus dem Gehäuse ab. Die Dichtung besteht aus Acrylnitril-Butadien-Kautschuk NBR und ist für Umfangsgeschwindigkeiten bis 13 m/s geeignet. Bei Dauerbetrieb wird eine maximale Umfanggeschwindigkeit von 6 m/s empfohlen.

Die Dichtung ist geeignet für Temperaturen von –40 °C bis +100 °C. Sie lässt Fluchtungsfehler der Welle bis 0,5° nach beiden Seiten zu.

Zweigeteilte Dichtung für vereinfachte Montage

Bei der Zweilippendichtung DH handelt es sich um eine zweiteilige Dichtung. Sie lässt sich einfach in die Ringnuten des Gehäuses einlegen. Dabei soll die Trennfuge der Dichtungshälften in derselben Ebene wie die Trennfuge des Gehäuses liegen.

Welle

Die Welle soll im Anlaufbereich der Dichtlippen eine Rauheit Ra 3,2 haben.

Filzdichtungen FSV

Robuste Dichtung für Fettschmierung

Filzdichtungen FSV eignen sich speziell für Fettschmierung. Sie bestehen aus einem Adapter mit eingelegtem, ölgetränktem Filzstreifen, wobei der Adapter durch eine Rundschnur in der Ringnut des Gehäuses gegen Verdrehen gesichert wird. Die Dichtungen sind für Umfangsgeschwindigkeiten bis 5 m/s, nach dem Einlaufen bis 15 m/s, geeignet. Sie können bei Temperaturen bis +100 °C eingesetzt werden. Der erlaubte Fluchtungs­fehler der Welle beträgt 0,5° nach beiden Seiten.

Aramidpackungen

Für Temperaturen über 100 °C sind auf Anfrage Aramidpackungen lieferbar.

Labyrinthdichtungen TSV

Berührungsfreie Dichtung für hohe Umfangs­geschwindigkeiten

Mit Labyrinthdichtungen TSV wird eine berührungsfreie Abdichtung erreicht. Deshalb sind sie für hohe Umfangsgeschwindigkeiten geeignet. Die zwischen Labyrinthring und Welle eingepresste Rundschnur aus Fluorkautschuk FKM ist für Temperaturen bis +200 °C geeignet. Die Labyrinthdichtung lässt Fluchtungsfehler der Welle bis 0,5° nach beiden Seiten zu.

Nachschmierung

Bei Bedarf kann das Labyrinth nachgeschmiert werden. Hierzu ist am Gehäuseoberteil für jede Labyrinthdichtung eine Schmierbohrung anzubringen. Die optimalen Positionen sind durch eingegossene Markierungspunkte gekennzeichnet.

V-Ring-Dichtungen DHV

Axial berührende Dichtung

Bei V-Ring-Dichtungen DHV liegt die Dichtlippe axial an einer Gleitfläche an, die in die rechteckige Ringnut des Gehäuses eingebracht wird. Die Dichtung aus NBR eignet sich bei Fettschmierung für Umfangs­geschwindigkeiten bis 12 m/s. Bei Umfangsgeschwindigkeiten über 8 m/s ist eine axiale Festlegung erforderlich. Die Dichtung lässt Fluchtungsfehler der Welle bis 0,5° nach beiden Seiten zu.

Taconite-Dichtungen TCV

Dichtung für extreme Schmutzbeaufschlagung

Taconite-Dichtungen TCV sind kombinierte Dichtungen, bestehend aus Labyrinthdichtung und V-Ring. Diese Dichtungen eignen sich für extreme Einsatzbedingungen in Bezug auf Schmutz und Staub. Der V-Ring aus NBR ist für Temperaturen bis +100 °C geeignet. Die Taconite-Dichtung lässt Fluchtungsfehler der Welle bis 0,5° nach beiden Seiten zu.

Deckel

Bei einseitig geschlossenen Gehäusen werden Deckel eingesetzt. Die Deckel passen in die rechteckigen Ringnuten der Gehäuse.

Deckel DKV

Deckel aus Kunststoff

Deckel DKV sind aus Kunststoff und langfristig für Temperaturen bis +120 °C geeignet. Die Deckel müssen separat bestellt werden.

Deckel DKVT

Deckel aus Metall

Deckel DKVT sind aus Stahl, Grauguss oder Sphäroguss und für Temperaturen bis +200 °C geeignet. Die Deckel werden auf Anfrage geliefert.

Eigenschaften und Anwendungsbereiche

Eigenschaften und Anwendungsbereiche der Standarddichtungen und Deckel sind in einer Übersicht gegenübergestellt ➤ Tabelle.

Standarddichtungen und Deckel für Stehlagergehäuse SNV

Dichtungen und Deckel

++ gut geeignet
+ geeignet
(+) eingeschränkt geeignet
nicht geeignet

Zweilippendichtung,
geteilt

Filzdichtung,
geteilt

Labyrinthdichtung,
ungeteilt

Dichtungen und Deckel

++ gut geeignet
+ geeignet
(+) eingeschränkt geeignet
nicht geeignet

V-Ring-Dichtung,
ungeteilt

Taconite-Dichtung,
ungeteilt

Deckel

Bezeichnung

DH FSV

TSV

Bezeichnung

DHV

TCV

DKV

DKVT

Werkstoff

NBR

Stahl, Filz, NBR

Stahl, FKM

Werkstoff

Stahl, NBR

Stahl, NBR

Kunststoff

Stahl oder Gusseisen, FKM

Stück pro Verpackung

2 2

1

Stück pro Verpackung

1

1

1

1

Eignung zur Abdichtung gegen

Eignung zur Abdichtung gegen

Staub

++

+

+

Staub

+

++

+

+

feine, feste Teilchen

++

+

feine, feste Teilchen

+

++

+

+

grobe, feste Teilchen

+

+

grobe, feste Teilchen

++

+

+

Splitter

+

+

++

Splitter

++

+

+

spritzende Flüssigkeiten

+

spritzende Flüssigkeiten

+

++

+

+

Anwendungsbereich

Anwendungsbereich

Dauertemperatur

°C

–40 bis +100
(wegen NBR)

–30 bis +100
(wegen NBR)

–20 bis +200
(wegen FKM)

Dauertemperatur

°C

–30 bis +100
(wegen NBR)

–30 bis +100
(wegen NBR)

–40 bis +120

–20 bis +200
(wegen FKM)

°F

–40 bis +210
(wegen NBR)

–22 bis +210
(wegen NBR)

–4 bis +390
(wegen FKM)

°F

–22 bis +210
(wegen NBR)

–22 bis +210
(wegen NBR)

–40 bis +250

–4 bis +390
(wegen FKM)

Umfangsgeschwindigkeit

m/s

≦13 (Dauer 6)

5 (nach Einlaufen 15)

keine Begrenzung

Umfangsgeschwindigkeit

m/s

≦12

≦12

entfällt

entfällt

Fluchtungsfehler

°

≦0,5

≦0,5

≦0,5

Fluchtungsfehler

°

≦0,5

≦0,5

entfällt

entfällt

Reibungsarmut

++

++

Reibungsarmut

++

+

entfällt

entfällt

axiale Wellenverschiebung (Loslagereignung)

++

++

+

axiale Wellenverschiebung (Loslagereignung)

(+)

+

entfällt

entfällt

vertikale Anordnung

+

vertikale Anordnung

(+)

+

+

Fettnachschmiertauglichkeit

++

+

Fettnachschmiertauglichkeit

(+)

+

+

++

Ölschmiertauglichkeit

(+)

Ölschmiertauglichkeit

++

Sonnenlichtverträglichkeit

+

++

++

Sonnenlichtverträglichkeit

++

(+)

++

Voraussetzungen

Voraussetzungen

Toleranzklasse1)
des Wellendurchmessers

h8 (h9)

h8 (h9)

h8 (h9)

Toleranzklasse1)
des Wellendurchmessers

h8 (h9)

h8 (h9)

entfällt

entfällt

Rauheit der Welle

μm

Ra 3,2

Ra 3,2

Ra 3,2

Rauheit der Welle

μm

Ra 3,2

Ra 3,2

entfällt

entfällt

  1. Es gilt die Hüllbedingung Ⓔ

Abmessungen, Toleranzen

Abmessungen

Die Abmessungen der Gehäuse SNV entsprechen ISO 113 und DIN 736 bis DIN 739.

Austauschbarkeit

Die Gehäuse SNV sind mit den bisherigen Gehäusen SN und SNE austauschbar.

Toleranzen für den Lagersitz

Der Lagersitz in geteilten Stehlagergehäusen SNV ist entsprechend der Toleranzklasse G7 nach DIN EN ISO 286-1 bearbeitet. Die Toleranzangabe gilt für den Anlieferungszustand, also vor dem Lösen der Verbindungsschrauben von Ober- und Unterteil.

Auf Anfrage können die Gehäuse auch mit anderen Toleranzklassen für den Lagersitz geliefert werden.

Gehäusekonfigurationen

Kombinationsmöglichkeiten

Modularer Aufbau ermöglicht vielfältige Kombinationen

Ausgehend von den Standardkomponenten können bei der Gehäuse­konfiguration folgende Merkmale variiert werden ➤ Bild und ➤ Bild:

  • Befestigung von Lagern mit kegeliger Bohrung mittels Spannhülse auf Welle mit konstantem Durchmesser oder von Lagern mit zylindrischer Bohrung direkt auf abgesetzter Welle
  • Gehäuseabdichtung mit Zweilippendichtung, Filzdichtung, Labyrinthdichtung, V-Ring-Dichtung oder Taconite-Dichtung
  • Durchgehende Welle oder einseitig geschlossenes Gehäuse
  • Deckel aus Kunststoff (DKV) oder Deckel aus Stahl oder Gusseisen (DKVT)
  • Ausführung der Lagerung als Fest- oder Loslagerung
  • Pendelrollenlager ungeteilt oder geteilt.

Stehlagergehäuse
SNV für Lager mit kegeliger Bohrung und Spannhülse (Kombinations-übersicht)


Festlager


Loslager


Labyrinthdichtung TSV


Deckel DKV


Deckel DKVT


Taconite-Dichtung TCV


Zweilippendichtung DH


V-Ring-Dichtung DHV


Filzdichtung FSV

Stehlagergehäuse
SNV für Lager mit zylindrischer Bohrung (Kombinations-übersicht)


Festlager


Loslager


Labyrinthdichtung TSV


Deckel DKV


Deckel DKVT


Taconite-Dichtung TCV


Zweilippendichtung DH


V-Ring-Dichtung DHV


Filzdichtung FSV

Einbau geteilter Pendelrollenlager

Vereinfachter Lageraustausch durch geteiltes Lager

Bei Stehlagergehäusen SNV kann ein ungeteiltes Pendelrollenlager mit kegeliger Bohrung und Spannhülse durch ein geteiltes Pendelrollenlager ersetzt werden ➤ Bild.

Stehlagergehäuse
SNV mit geteiltem und ungeteiltem Pendelrollenlager


Festlager mit ungeteiltem Lager


Loslager mit ungeteiltem Lager


Festlager mit geteiltem Lager


Loslager mit geteiltem Lager

Zur Sicherstellung korrekter Gehäuse-Lager-Kombinationen bei Verwendung geteilter Lager bitte bei Schaeffler rückfragen.

Das Programm der geteilten Pendelrollenlager wird in einer separaten Publikation ausführlich beschrieben TPI 250.

Aufbau der Gehäusebezeichnung

Die Bezeichnungen der Gehäuse und der zugehörigen Dichtungen, Deckel und Festringe folgen einem festgelegten Schema. Bedeutung der Bestandteile der Kurzzeichen ➤ Tabelle bis ➤ Tabelle. Bildung der Kurzzeichen ➤ Bild bis ➤ Bild.

Bestandteile der Kurzzeichen von Stehlagergehäusen SNV

Merkmal

Angabe Bedeutung

Baureihe

SNV

geteilte Stehlagergehäuse SNV

Außendurchmesser des Lagers

340

Außendurchmesser 340 mm

Gehäuseausführung

F

Gewindebohrungen
für Fettnachschmierung und Fettaustritt

Gehäusewerkstoff

L

Grauguss (Standard)

Gehäusewerkstoff

D

Sphäroguss

Bildung der Kurzzeichen von Stehlagergehäusen
SNV,
Beispiel

Bestandteile der Kurzzeichen von Standarddichtungen

Merkmal Angabe Bedeutung

Baureihe

DH

Zweilippendichtung, geteilt

Baureihe

FSV

Filzdichtung, geteilt

Baureihe

TSV

Labyrinthdichtung, ungeteilt

Baureihe

DHV

V-Ring-Dichtung, ungeteilt

Baureihe

TCV

Taconite-Dichtung, ungeteilt

Durchmesserreihe des Lagers, Lagerbohrung

2

Lager der Durchmesserreihe 2,
zylindrische Lagerbohrung

Durchmesserreihe des Lagers, Lagerbohrung

3

Lager der Durchmesserreihe 3,
zylindrische Lagerbohrung

Durchmesserreihe des Lagers, Lagerbohrung

5

Lager der Durchmesserreihe 2,
kegelige Lagerbohrung und Spannhülse

Durchmesserreihe des Lagers, Lagerbohrung

6

Lager der Durchmesserreihe 3,
kegelige Lagerbohrung und Spannhülse

Bohrungskennzahl des Lagers

08

Bohrungsdurchmesser (8 · 5) mm = 40 mm

Wellendurchmesser

keine weiteren Angaben

Standard-Wellendurchmesser
der Maßreihe

Wellendurchmesser

X105

zölliger Wellendurchmesser:

  • 1 inch + 5 · 1/16 inch = 1 5/16 inch

Bildung der Kurzzeichen von Standard-dichtungen,
Beispiele

Bestandteile der Kurzzeichen von Deckeln

Merkmal

Angabe

Bedeutung

Baureihe

DKV

Deckel aus Kunststoff

Baureihe

DKVT

Deckel aus Stahl und FKM

Gehäusegröße

080

Deckel passend zu Gehäuse SNV080

Bildung der Kurzzeichen von Deckeln,
Beispiele

Bestandteile der Kurzzeichen von Festringen

Merkmal

Angabe

Bedeutung

Baureihe

FRM

Festring

Außendurchmesser

80

Außendurchmesser 80 mm

Breite

10,5

Breite 10,5 mm

Bildung der Kurzzeichen von Festringen,
Beispiel

Bestellbeispiele

Separate Bestellung von Gehäusekörper und Zubehör

Bei der Bestellung eines geteilten Stehlagergehäuses SNV beschreibt das Gehäusekurzzeichen nur den Gehäusekörper. Die weiteren Komponenten wie Dichtungen, Deckel oder Festringe sind in der jeweils benötigten Ausführung separat zu bestellen. Das Wälzlager und, falls erforderlich, die Spannhülse sind ebenfalls separat zu bestellen.

Stehlagergehäuse SNV mit eingebautem Lager ergeben Loslagerungen. Durch das zusätzliche Einlegen von Festringen FRM erhält man Festlagerungen.

Die Bestellbeispiele zeigen den Aufbau der Bestellung für ausgewählte Gehäusekonfigurationen und die passenden Lager. Die Zuordnung von Gehäusen, Lagern und Zubehör für alle Gehäusegrößen ist in den Produkttabellen dargestellt.

Beispiel 1

Stehlagergehäuse SNV aus Grauguss, einseitig geschlossen, Pendelkugellager 2210-K-TVH-C3 als Festlager, Befestigung mit Spannhülse auf Wellendurchmesser 45 mm, Zweilippendichtung.

Bestellung

1 Stehlagergehäuse SNV090-F-L
1 Pendelkugellager 2210-K-TVH-C3
1 Spannhülse H310
2 Festringe FRM90/9
1 Deckel DKV090
1 Zweilippendichtung DH510 (2 Stück pro Verpackung)

Beispiel 2

Stehlagergehäuse SNV aus Grauguss, für durchgehende Welle, geteiltes Pendelrollenlager 222SM70-TVPA als Festlager, Zweilippendichtung.

Bestellung

1 Stehlagergehäuse SNV140-F-L
1 geteiltes Pendelrollenlager 222SM70-TVPA
2 Festringe FRM140/12,5
2 Zweilippendichtungen DH516 (2 Stück pro Verpackung)

Beispiel 3

Stehlagergehäuse SNV aus Sphäroguss, einseitig geschlossen, Pendelrollenlager 23218-E1-TVPB als Loslager, Filzdichtung.

Bestellung

1 Stehlagergehäuse SNV160-F-D
1 Pendelrollenlager 23218-E1-TVPB
1 Wellenmutter KM18
1 Sicherungsblech MB18
1 Deckel DKV160
1 Filzdichtung FSV218 (2 Stück pro Verpackung)

Ein- und Ausbau

Ringschrauben

Ab der Gehäusegröße SNV215 befindet sich im Gehäuseoberteil eine Ringschraube nach DIN 580. Diese ist als Anschlagpunkt für den Ein- und Ausbau des Gehäuses vorgesehen. Die Tragfähigkeit der Ringschraube ermöglicht das Heben des Gehäuses einschließlich eines eingebauten Lagers.

Ringschraube immer ganz ins Gehäuse einschrauben.

Ringschraube maximal mit dem Gewicht des Gehäuses und des eingebauten Lagers belasten.

Fußschrauben

Fußschrauben dienen der Verschraubung der Gehäuse auf der Aufspannfläche. Sie gehören nicht zum Lieferumfang der Gehäuse.

Die passende Schraubengröße wird für jedes Gehäuse in den Produkt­tabellen angegeben.

Anziehdrehmomente für Fußschrauben

Die folgende Tabelle enthält Anziehdrehmomente für metrische Regelgewinde nach DIN 13, DIN 962 und DIN ISO 965-2.

Die maximalen Anziehdrehmomente gelten bei 90%iger Ausnutzung der Streckgrenze des Schraubenwerkstoffs 8.8 und bei einer Reibungszahl von 0,14. Wir empfehlen, die Fußschrauben mit etwa 70% dieser Werte anzuziehen ➤ Tabelle.

Anziehdrehmomente für Fußschrauben mit metrischem Gewinde nach DIN 13, DIN 962 und DIN ISO 965-2

Schrauben-Nenngröße

Maximales Anziehdrehmoment

Empfohlenes Anziehdrehmoment

Nm

Nm

M12 93 65
M16 230 160
M20 464 325
M24 798 550
M30 1 597 1 100
M36 2 778 1 950

Ausführliche Informationen zur Montage

Die sorgfältige und sachgerechte Montage des Lagergehäuses, einschließlich des korrekten Einbaus des Wälzlagers ins Gehäuse, ist grundlegend für einen sicheren Betrieb. Ausführliche Informationen enthält der Katalog GK 1, Lagergehäuse http://www.schaeffler.de/std/1B63.

Rechtshinweis zur Datenaktualität

Die Weiterentwicklung der Produkte kann auch zu technischen Änderungen an Katalogprodukten führen

Im Mittelpunkt des Interesses von Schaeffler stehen die Optimierung und die Weiterentwicklung seiner Produkte und die Zufriedenheit seiner Kunden. Damit Sie sich als Kunde bestmöglich über diesen Fortschritt und den aktuellen technischen Stand der Produkte informieren können, veröffentlichen wir Produktänderungen gegenüber der gedruckten Ausgabe in unserem elektronischen Produktkatalog.

Änderungen der Angaben und Darstellungen dieses Katalogs behalten wir uns daher vor. Dieser Katalog gibt den Stand bei Drucklegung wieder. Neuere Veröffentlichungen unsererseits (in Printmedien oder digital) gehen automatisch diesem Katalog vor, soweit sie dasselbe Thema betreffen. Bitte prüfen Sie daher stets über unseren elektronischen Produktkatalog, ob aktuellere Informationen oder Änderungshinweise für Ihr gewünschtes Produkt verfügbar sind.