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Lagerdaten

Hauptabmessungen

Die Hauptabmessungen sind die wesentlichen Abmessungen eines Wälzlagers. Sie beinhalten ➤ Bild:

  • den Bohrungsdurchmesser (d)
  • den Außendurchmesser (D)
  • die Breite oder Höhe (B, C, T oder H)
  • die Kantenabstände (r).

Hauptabmessungen


Rillenkugellager (Radiallager)


Axial-Rillenkugellager (Axiallager)

Genormte und nicht genormte Abmessungen

Äußere Abmessungen sind genormt

Die Abmessungen, die den Einbauraum bestimmen, sind genormt. Nicht genormt sind dagegen die inneren Maße wie beispielsweise die Größe und Anzahl der Wälzkörper. Die Hauptabmessungen von metrischen Wälzlagern sind in folgenden ISO-Maßplänen festgelegt:

  • ISO 15:2017 für Radial-Wälzlager außer einreihigen Nadellagern, Spannlagern und Kegelrollenlagern
  • ISO 355:2007 für Kegelrollenlager
  • ISO 104:2015 für Axiallager.

DIN 616 beschreibt Maßpläne der Radial- und Axiallager. Eine Übersicht der ISO- und DIN-Wälzlagernormen gibt DIN 611:2010-05.

ISO-Maßpläne

Standardabmessungen

Erfahrungsgemäß kann der überwiegende Teil aller Lagerungsaufgaben mit Lagern in den Standardabmessungen gelöst werden, die in ISO-Maßplänen hinterlegt sind.

Vorteile der Maßpläne

Die Maßpläne gelten für unterschiedliche Lagerarten. Standard-Wälzlager verschiedener Bauarten können so in den gleichen Außenabmessungen hergestellt werden. Damit kann der Konstrukteur für den gleichen Einbauraum unter Lagern mehrerer Bauarten mit gleichen Außenabmessungen auswählen.

Einer Lagerbohrung sind mehrere Außendurchmesser/Breitenmaße zugeordnet

In den Maßplänen sind einer Lagerbohrung mehrere Außendurchmesser und Breitenmaße zugeordnet ➤ Bild. So können mehrere Lager gleicher Bauart konstruiert werden, die bei gleicher Bohrung verschiedene Tragfähigkeiten haben. Die Entwicklung neuer Lagerreihen und einzelner neuer Wälzlager nach den Maßplänen hat für Anwender und Hersteller Vorteile.

Breiten- und Durchmesserreihen

Lagerreihen sind durch Ziffern beschrieben

Breiten- und Durchmesserreihen werden durch Ziffern beschrieben. Für Radiallager nach DIN 616 und ISO 15 zum Beispiel:

  • für Breitenreihen die Ziffern 8, 9, 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ➤ Bild
  • zur Kennzeichnung der Durchmesserreihen die Ziffern 7, 8, 9, 0, 1, 2, 3, 4, 5 ➤ Bild.

Kennzeichnung der Breitenreihe

Für Radiallager nach DIN 616 und ISO 15

Breitenreihe

Kennzeichnung der Durchmesserreihe

Für Radiallager nach DIN 616 und ISO 15

Durchmesserreihe

Maßreihe

Die Maßreihe ergibt sich aus der Breiten- und Durchmesserreihe

Die jeweilige Ziffer der Breiten- und Durchmesserreihe zusammengeführt kennzeichnet die Maßreihe ➤ Tabelle. So ergibt sich z. B. nach dieser Tabelle für ein Radiallager der Breitenreihe 2 aus der Durchmesserreihe 3 die Maßreihe 23 ➤ Tabelle und ➤ Bild. Durch Anfügen der Lager­bohrungs­kennzahl, ➤ Abschnitt, wird die Lagergröße vollständig definiert.

Maßreihen für Radiallager (ohne Kegelrollen- und Nadellager)

Breitenreihe – Anstieg der Querschnittsbreite

8

9

0

1

2

3

4

5

6

7

Durchmesserreihe
Anstieg der Querschnittshöhe

5

4

04

24

3

83

03

12

23

33

2

82

02

12

22

32

42

52

62

1

01

11

21

31

41

51

61

0

00

10

20

30

40

50

60

9

09

19

29

39

49

59

69

8

08

18

28

38

48

58

68

7

17

27

37

47

Bildung der Maßreihe


Breitenreihe

Durchmesserreihe


Maßreihe

Maßplan für metrische Kegelrollenlager nach ISO 355

Kegelrollenlager lassen sich im Allgemeinen auch in die Maßpläne nach ISO 355 einordnen ➤ Bild. Darin sind die Maßreihen durch eine Kombination von drei Symbolen bezeichnet, z.B. 3FE ➤ Bild.

Maßplan für Kegelrollenlager (Ausschnitt) nach ISO 355


Druckwinkelreihe (Druckwinkelbereich)


Durchmesserreihe


Breitenreihe

Bezeichnungssystem

Eindeutiges Kurzzeichen

Jedes Wälzlager hat ein sogenanntes Kurzzeichen, das Bauart, Abmessungen, Toleranzen und die Lagerluft – gegebenenfalls auch weitere wichtige Merkmale – eindeutig kennzeichnet.

Austauschbarkeit

Lager, die das gleiche genormte Kurzzeichen haben, sind gegeneinander austauschbar. Bei zerlegbaren Lagern ist nicht immer gewährleistet, dass Einzelteile verschiedener Herkunft untereinander ausgetauscht werden können.

In Deutschland sind die Lagerkurzzeichen in DIN 623-1 genormt. Diese Kurzzeichen werden auch in vielen anderen Ländern verwendet.

Kurzzeichen

Das Kurzzeichen ist ein Code aus Ziffern und Buchstaben

Das Zeichen für die Lagerreihe besteht aus Ziffern und Buchstaben oder aus Buchstaben und Ziffern. Es kennzeichnet die Bauart des Lagers, die Durchmesserreihe und in vielen Fällen auch die Breitenreihe ➤ Bild, ➤ Bild und ➤ Bild. Die Durchmesser- und Breitenreihen sind in ➤ Abschnitt beschrieben.

Basis-, Vorsetz- und Nachsetzzeichen

Basiszeichen

Das Basiszeichen enthält die Zeichen für die Lagerreihe und die Lagerbohrung ➤ Bild, ➤ Bild und ➤ Bild.

Vorsetzzeichen

Das Vorsetzzeichen kennzeichnet normalerweise Lagereinzelteile von kompletten Lagern (in bestimmten Fällen kann es auch Teil des Basiszeichens sein) ➤ Bild und ➤ Bild.

Nachsetzzeichen

Das Nachsetzzeichen definiert spezielle Ausführungen und Merkmale ➤ Bild und ➤ Bild. Vor- und Nachsetzzeichen beschreiben weitere Merkmale des Lagers, sind aber nicht in jedem Fall genormt und werden herstellerabhängig angewandt.

Kurzzeichen – Beispiele

Beispiele für die Zusammensetzung des Kurzzeichens auf der Grundlage der Festlegung nach ➤ Bild zeigt ➤ Bild.

Zusammensetzung der Kurzzeichen

Beispiele für Lagerkennzeich­nungen, aufbauend nach ➤ Bild


Pendelrollenlager


Rillenkugellager


Axial-Zylinderrollenlager

Kurzzeichen metrischer Kegelrollenlager nach ISO 355 und ISO 10317

Aufbau der Lager­bezeichnung bei metrischen Kegelrollenlagern

➤ Bild beschreibt beispielhaft den Aufbau des Kurzzeichens eines metrischen Kegelrollenlagers (Maßreihe nach ISO 355, Bezeichnung nach ISO 10317). Die 3 steht für den Druckwinkelbereich. Der erste Buchstabe (hier F) bezeichnet eine Durchmesserreihe. Jede Durchmesserreihe hat ein bestimmtes Verhältnis D/d (Außendurchmesser zu Bohrungsdurch­messer). Der zweite Buchstabe (hier E) bezeichnet eine Breitenreihe. Jede Breitenreihe hat ein bestimmtes Verhältnis von der Lagerbreite T zur Höhe des Lagerquerschnitts. Durch das Voranstellen des Kennbuchstabens T (für Kegelrollenlager) und eine dreistellige Zahl am Ende für den Lager­bohrungsdurchmesser in mm (hier 120) ergibt sich das vollständige Kurzzeichen eines Kegelrollenlagers (z. B. T3FE 120 ➤ Bild).

DIN 720-Beiblatt 1 liefert eine Vergleichstabelle für DIN- und ISO-Kurz­zeichen.

Bildung der Bezeichnung bei metrischen Kegelrollenlagern nach ISO 10317

Maßreihe nach ISO 355, Bezeichnung nach ISO 10317

Bezeichnungsbeispiel für metrische Kegelrollenlager nach DIN 720

Lagerbezeichnungen nach DIN 623-1:1993 – Aufbau des Basiszeichens

Bestimmung der Lagerbohrung

Bei d < 10 mm ist der Bohrungsdurchmesser im Basiszeichen angegeben

Für bestimmte Lagerbauformen werden gemäß DIN 623-1 die Lager­bohrungen direkt oder verschlüsselt angegeben. Bis d < 10 mm ist der Lagerbohrungsdurchmesser im abmessungsbezogenen Teil des Kurz­zeichens (Basiszeichens) direkt als die Zahl angegeben, die den Durchmesser kennzeichnet ➤ Bild.

Beispiel

Rillenkugellager 623, Bohrungsdurchmesser = 3 mm.

Bohrungskennzahl

Die Bohrungskennzahl beschreibt die Lagerbohrung ab d ≧ 10 mm

Für Nennmaße d ≧ 10 mm bis d < 500 mm wird der Durchmesser durch eine Bohrungskennzahl beschrieben ➤ Bild.

Bei Bohrungen von 10 mm bis 17 mm gilt:

d = 10 mm, Bohrungskennzahl 00
d = 12 mm, Bohrungskennzahl 01
d = 15 mm, Bohrungskennzahl 02
d = 17 mm, Bohrungskennzahl 03.



Für alle Wälzlager im Bereich von d = 20 mm bis d = 480 mm (ausgenommen zweiseitig wirkende Axiallager) bildet man die Bohrungs­kennzahl, indem man das Maß der Lagerbohrung durch 5 dividiert.

Beispiel

Lagerbohrung d = 360 mm dividiert durch 5 (360 : 5), Bohrungskennzahl = 72.

Ab d > 480 mm

Ab d > 480 mm wird der unverschlüsselte Bohrungsdurchmesser mit einem Schrägstrich hinter der Lagerreihe angegeben, z. B. 618/500 mit Bohrungsdurchmesser d = 500 mm.

Zwischengrößen

Die Zwischengrößen wie z. B. Bohrungsdurchmesser d = 22, 28 und d = 32 mm werden ebenfalls mit Schrägstrich als /22, /28 und /32 angegeben.

Schulterkugellager

Bei Schulterkugellagern wird das unverschlüsselte Bohrungsnennmaß angegeben.

Radiale Lagerluft

Die radiale Lagerluft wird am ausgebauten Lager ermittelt

Die radiale Lagerluft gilt für Lager mit Innenring und wird am ausgebauten Lager ermittelt. Sie ist das Maß, um das sich der Innenring gegenüber dem Außenring in radialer Richtung von einer Grenzstellung zur gegenüberliegenden verschieben lässt ➤ Bild.

Die Gruppen der radialen Lagerluft sind in DIN 620-4 bzw. ISO 5753-1 festgelegt und werden in DIN 620-4 durch Zeichen beschrieben, die aus dem Buchstaben C und einer Zahl bestehen. ISO 5753-1 bezeichnet die Gruppen mit „Group“ und einer Zahl ➤ Bild und ➤ Tabelle.

Lagerluftgruppen

C2, CN, C3, C4, C5 = Gruppen der radialen Lagerluft nach DIN 620-4

Group 2, N, 3, 4, 5 = Gruppen der radialen Lagerluft nach ISO 5753-1

Gruppen der radialen Lagerluft

Lagerluft­gruppe

Bedeutung

Einsatzspektrum

DIN 620-4

ISO 5753-1

C2

Group 2

Lagerluft < CN

für starke Wechselbelastungen in Verbindung mit Schwenkbewegungen

CN

Group N

Lagerluft normal, CN wird in den Lagerbezeichnungen nicht angegeben

für normale Betriebsverhältnisse bei Wellen- und Gehäusetoleranzen

C3

Group 3

Lagerluft > CN

für Presspassungen der Lagerringe und größeres Temperaturgefälle zwischen Innen- und Außenring

C4

Group 4

Lagerluft > C3

C5

Group 5

Lagerluft > C4

Hüllkreis

Für Lager ohne Innenring gilt der Hüllkreis Fw. Dieser ist der innere Begrenzungskreis der Wälzkörper bei spielfreier Anlage an der Außenlaufbahn ➤ Bild.

Hüllkreis

Fw = Hüllkreis-durchmesser


Wälzkörper


Außenlaufbahn

Betriebsspiel

Das Betriebsspiel wird am betriebswarmen Lager ermittelt

Das Betriebsspiel wird am eingebauten und betriebswarmen Lager ermittelt. Es ist das Maß, um das sich die Welle in radialer Richtung von einer Grenzstellung zur gegenüberliegenden verschieben lässt.

Das Betriebsspiel ergibt sich aus der radialen Lagerluft und der Veränderung der radialen Lagerluft durch Passungsübermaß und Temperatureinflüsse im eingebauten Zustand.

Ein normales Betriebsspiel wird üblicherweise mit der Lagerluft CN erreicht

Die Größe des Betriebsspiels hängt von den Betriebs- und Einbau­bedingungen des Lagers ab. Ein größeres Betriebsspiel ist beispielsweise bei Wärmezufuhr über die Welle, bei Wellendurchbiegung und Fluchtungsfehler notwendig. Ein kleineres Betriebsspiel als CN ist nur in Sonderfällen ­anzuwenden, zum Beispiel bei Genauigkeitslagerungen. Das normale Betriebsspiel wird mit der Lagerluft CN, bei größeren Lagern überwiegend mit C3 erreicht, wenn die empfohlenen Wellen- und Gehäusetoleranzen eingehalten werden.

Betriebsspiel berechnen

Das Betriebsspiel ergibt sich nach ➤ Formel.

Betriebsspiel

Legende

s μm

Radiales Betriebsspiel des eingebauten, betriebswarmen Lagers

sr μm

Radiale Lagerluft

ΔsP μm

Passungsbedingte Minderung der radialen Lagerluft

ΔsT μm

Temperaturbedingte Minderung der radialen Lagerluft

Passungsbedingte Minderung der radialen Lagerluft

Die radiale Lagerluft verringert sich passungsbedingt durch die ­Aufweitung des Innenrings und die Einschnürung des Außenrings ➤ Formel.

Verringerung der radialen Lagerluft

Legende

ΔsP μm

Passungsbedingte Minderung der radialen Lagerluft

Δd μm

Aufweitung des Innenrings

ΔD μm

Einschnürung des Außenrings


Die Aufweitung des Innenrings errechnet sich nach ➤ Formel.

Aufweitung des Innenrings


Legende

d mm

Bohrungsdurchmesser des Innenrings

U μm

Theoretisches Übermaß der Passteile bei Festsitz. Das theoretische Übermaß der Passteile bei Festsitz wird bestimmt aus den mittleren Abmaßen sowie den oberen oder unteren Abmaßen der von der Gutseite her um 1/3 eingeengten Toleranzfelder der Passteile. Hiervon den Betrag abziehen, um den sich die Teile beim Zusammenfügen glätten.

F mm

Laufbahndurchmesser des Innenrings

Bei sehr dünnwandigen Gehäusen und Gehäusen aus Leichtmetall muss die Verminderung der radialen Lagerluft durch Einpressversuche bestimmt werden.

Die Einschnürung des Außenrings errechnet sich nach ➤ Formel.

Einschnürung des Außenrings

Legende

ΔD μm

Einschnürung des Außenrings

E mm

Laufbahndurchmesser des Außenrings

D mm

Außendurchmesser des Außenrings

Temperaturbedingte Minderung der radialen Lagerluft

Die radiale Lagerluft ändert sich merklich durch ein größeres ­Temperaturgefälle zwischen dem Innen- und Außenring ➤ Formel.

Temperaturbedingte Minderung der radialen Lagerluft

Legende

ΔsT μm

Temperaturbedingte Minderung der radialen Lagerluft

α K-1

Ausdehnungskoeffizient von Stahl: α = 0,000011 K-1

dM mm

Mittlerer Lagerdurchmesser (d + D)/2

ϑIR °C, K

Temperatur des Innenrings

ϑAR °C, K

Temperatur des Außenrings (übliche Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außenring: 5 K bis 10 K)

Bei schnell anlaufenden Wellen ist eine größere radiale Lagerluft vorzu­sehen, weil hier kein ausreichender Temperaturausgleich zwischen Lager, Welle und Gehäuse stattfindet. ΔsT kann in diesem Fall deutlich größer sein als bei Dauerbetrieb.

Axiale Lagerluft

Die axiale Lagerluft sa ist das Maß, um das sich ein Lagerring gegenüber dem anderen ohne Belastung längs der Lagerachse verschieben lässt ➤ Bild.

Axiale Lagerluft im Vergleich zur radialen Lagerluft

sa = Axiale Lagerluft

sr = Radiale Lagerluft

Verhältnis radialer zur axialer Lagerluft

Bei verschiedenen Lagerbauarten hängen die radiale Lagerluft sr und die axiale Lagerluft sa voneinander ab. Anhaltswerte für den Zusammenhang zwischen Radial- und Axialluft für einige Lagerbauarten zeigt ➤ Tabelle.

Zusammenhang zwischen Axial- und Radialluft

Lagerbauart

Verhältnis axialer zu radialer Lagerluft

sa/sr

Pendelkugellager

2,3 · Y01)

Pendelrollenlager

2,3 · Y01)

Kegel­rollenlager

einreihig, paarweise angeordnet

4,6 · Y01)

Kegel­rollenlager

paarweise zusammengepasst (DF)

2,3 · Y01)

Schräg­kugellager

zweireihig, Reihe 32 und 33

1,4

Schräg­kugellager

zweireihig, Reihe 32..-B und 33..-B

2

Vierpunktlager

1,4

  1. Y0 = Axiallastfaktor nach Produkttabelle.

Ist das Betriebsspiel ein wichtiges Auslegungskriterium, bitte bei Schaeffler rückfragen.

Für die Berechnung und Analyse des Betriebsspiels stellt Schaeffler das kostenlose Berechnungsmodul BEARINX Wellenberechnung zur Verfügung.

Berechnungsbeispiel

Beispiel: Rillenkugellager 6008-C3

Für Rillenkugellager wird die Berechnung der axialen Lagerluft an ­folgendem Beispiel gezeigt:

Rillenkugellager 6008-C3
Bohrungsdurchmesser d 40 mm
Radialluft vor dem Einbau 15 μm bis 33 μm
tatsächliche Radialluft 24 μm
Einbautoleranz Welle k5
Gehäuse j6
Radialluftminderung beim Einbau 14 μm
Radialluft nach dem Einbau 24 μm - 14 μm = 10 μm
Verhältnis sa/sr ➤ Bild 13

Axialluft

  • sa = 13 · 10 μm = 130 μm.

Näherungsweise Bestimmung des Verhältnisses von Radial- zu Axialluft bei Rillenkugellagern

sa = Axiale Lagerluft

sr = Radiale Lagerluft

d = Bohrungs-durchmesser des Lagers


Lagerreihe

Lagerwerkstoffe

Standardstähle

Schaeffler-Wälzlager erfüllen die Anforderungen an die Ermüdungs- und Verschleißfestigkeit, Härte, Zähigkeit und Gefügestabilität. Das Material für die Ringe und Wälzkörper ist in der Regel ein niedrig legierter, durchhärtender Chromstahl von hoher Reinheit. Für stark stoß- und biegewechselbeanspruchte Lager wird auch Einsatzstahl verwendet (Lieferung auf Anfrage). Forschungsergebnisse und die praktische Erfahrung bestätigen, dass Lager aus dem heutigen Standardstahl bei nicht zu hohen Belastungen sowie günstigen Schmierungs- und Sauberkeits­bedingungen Dauerfestigkeit erreichen.

High Nitrogen Steel

Für schwierigste Bedingungen

Mit Sonderlagern aus HNS (High Nitrogen Steel) sind auch bei schwierigsten Bedingungen (hohe Temperaturen, Feuchtigkeit, Schmutz) ausreichende Standzeiten zu erreichen (Lieferung auf Anfrage).

Hochleistungsstähle Cronidur und Cronitect

Stähle für höhere Anforderungen

Für höhere Leistungsanforderungen stehen solche hochkorrosionsbeständigen, stickstofflegierten, martensitischen HNS‑Stähle wie Cronidur und Cronitect zur Verfügung.

Im Gegensatz zu Cronidur wird bei der kostengünstigeren Alternative Cronitect der Stickstoff über ein Randschicht-Härteverfahren in das Gefüge eingebracht.

Beide Stähle sind hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit sowie Ermüdungsfestigkeit den herkömmlichen Niro‑Stählen für Wälzlager deutlich überlegen.

Keramik-Werkstoffe

Hybridlager

Für Keramik-Hybridspindellager werden Kugeln aus Siliziumnitrid gefertigt. Diese Keramikkugeln sind viel leichter als Stahlkugeln. Fliehkräfte und Reibung werden deutlich geringer.

Hybridlager ermöglichen höchste Drehzahlen, auch bei Fettschmierung, sowie lange Gebrauchsdauern und niedrige Betriebstemperaturen.

Werkstoffe und Lagerkomponenten

Geeignete Werkstoffe und ihre Anwendung in der Wälzlagertechnik ➤ Tabelle.

Werkstoffe und Lagerkomponenten

Werkstoff

Lagerkomponente (Beispiel)

durchhärtender Chromstahl –
Wälzlagerstahl nach ISO 683-17

Außen- und Innenring, Axialscheibe

HNS – High Nitrogen Steel

Außen- und Innenring

nichtrostender Stahl –
Wälzlagerstahl nach ISO 683-17

Außen- und Innenring

Einsatzstahl

beispielsweise Außenring der Stützrollen

flamm- und induktionsgehärteter Stahl

Rollenzapfen der Kurvenrollen

Stahlband nach EN 10139, SAE J403

Außenring der Nadelhülsen und Nadelbüchsen

Siliziumnitrid

Keramikkugeln

Messinglegierung

Käfig

Aluminiumlegierung

Käfig

Polyamid (thermoplastischer Kunststoff)

Käfig

NBR, FKM, TPU

Dichtring

Rostschutz durch Corrotect

Wälzlager sind nicht korrosionsbeständig gegen Wasser sowie laugen- und säurehaltige Medien, werden aber oft solchen korrosionsfördernden Medien ausgesetzt. Rostschutz ist in diesen Anwendungen deshalb ein entscheidender Faktor für die lange Gebrauchsdauer der Lager.

Grundsätzlich können korrosionsbeständige Stähle nach ISO 683-17 verwendet werden. Solche Lager haben das Vorsetzzeichen S. Für höhere Anforderungen gibt es die Hochleistungsstähle Cronidur und Cronitect.

Corrotect-Beschichtung

Spezialbeschichtungen

Ein umfangreicher Beschichtungsbaukasten bietet heute eine Vielzahl von Oberflächenoptimierungen zur Leistungs- und Lebensdauersteigerung von Lagerkomponenten. Der hierdurch angebotene „Mehrwert durch Beschichtungen“ ist heute auf einer Vielzahl von Schaeffler-Komponenten als Standardverfahren etabliert.

Verschiedene Schicht­varianten und Schichtdicken

Dünne Korrosionsschutz-Schichtsysteme stehen von 0,5 μm – 3 μm bzw. 2 μm – 5 μm für Lageranwendungen zur Verfügung. Darüber hinaus existieren diverse Corrotect-Varianten mit Schichtdicken > 5 μm, welche bei Bedarf angewandt werden. Somit bieten die Corrotect-Beschichtungen – je nach Schichtvariante und Schichtdickenausführung – Korrosionsschutzzeiten von ≧ 720 h gegen Grundmetallkorrosion (gemäß DIN EN ISO 9227).

Cr(VI)-freie Beschichtungen

Systeme sind Cr(VI)-frei, schützen effektiv vor Korrosion und verlängern hierdurch die Nutzungsdauer der Schaeffler-Komponenten. In vereinzelten Fällen sind die maßlichen Änderungen aufgrund der Beschichtung in einer Weiterverarbeitung zu berücksichtigen.

Detailinformationen zum Beschichtungsbaukasten und den einzelnen Schichtsystemen enthält die Technische Produktinformation TPI 186 „Höheres Leistungsvermögen durch Beschichtungen“. Diese Publikation kann bei Schaeffler angefordert werden.

Vorteile von Corrotect-Dünnschicht

Die Vorteile der Spezialbeschichtung Corrotect ist allseitiger Rostschutz, auch an den gedrehten Oberflächen der Fasen und Radien ➤ Bild. Auch langfristig gibt es keine Unterrostung der Dichtungen und kleinere, blanke Stellen bleiben durch die kathodische Schutzwirkung rostgeschützt. Im Vergleich mit unbeschichteten Teilen ist die Gebrauchsdauer durch den Rostschutz deutlich höher. Tragfähigkeitseinbußen (wie bei der Verwendung korrosionsbeständiger Stähle) gibt es nicht. Baugleiche, unbeschichtete Lager können daher theoretisch gegen beschichtete ausgetauscht werden. Eine vorherige Eignungsprüfung für die konkrete Anwendung ist jedoch angeraten, da es beispielsweise zu Abrieb kommen kann. Während der Lagerung kann auf den Einsatz organischer Konservierungsstoffe verzichtet werden.

Einbau Corrotect-beschichteter Lager

Vor dem Einbau Corrotect-beschichteter Lager ist grundsätzlich die Verträglichkeit mit den Medien zu prüfen.

Für niedrigere Einpresskräfte sollte die Oberfläche der Teile leicht gefettet sein, die Toleranzen sind um die Schichtdicke erhöht.

Beschichtetes und unbeschichtetes Teil nach einem Salzsprühtest

Prüfzeit 24 h im Salzsprühnebel


Corrotect-beschichtet


Unbeschichtet

Käfige

Aufgaben der Käfige

Käfig ist eine Halterung mit Taschen für die Wälzkörper

Käfigtaschen, über Stege voneinander getrennt und gleichmäßig am Käfigumfang verteilt, halten die Wälzkörper auf Abstand zueinander und gewährleisten die Verteilung der Last. Zusätzlich verhindern die Stege die Gleitreibung aneinanderliegender Wälzkörper und führen die Wälzkörper in der lastfreien Zone parallel zur Lagerachse. Bei Zylinderrollen- und Nadellagern verhindern sie durch die Führung der Wälzkörper parallel zur Lagerachse zusätzlich das Schränken der Wälzkörper.

Käfige sichern den Abstand zwischen den Wälzkörpern auch in der lastfreien Zone

In der lastfreien Zone treibt der Innen- oder Außenring die Wälzkörper nicht mehr an. Dadurch fallen sie gegenüber der Drehbewegung der Ringe zurück. Käfige zwingen die Wälzkörper, auch in der lastfreien Zone ihre Abstände zueinander beizubehalten.

Die Wälzkörper lösen sich bei zerlegbaren und schwenkbaren Lagern nicht aus dem Lager

Bei zerlegbaren und schwenkbaren Lagern, z. B. Kegelrollen-, Pendelrollen- und einigen Zylinderrollenlagern, verhindern Käfige, dass Wälzkörper aus dem Lager herausfallen. Wälzkörpersatz und Käfig können so als komplette Einheit montiert und demontiert werden.

Blech- oder Massivkäfige

Blechkäfige

Wälzlagerkäfige werden in Blech- und Massivkäfige unterteilt. Die Käfige werden vorwiegend aus Stahl, für einige Lager auch aus Messing hergestellt ➤ Bild. Im Vergleich zu Massivkäfigen aus Metall haben Blechkäfige ein geringeres Gewicht. Da ein Blechkäfig den Spalt zwischen Innenring und Außenring nur wenig ausfüllt, gelangt Schmierstoff leicht ins Lagerinnere und wird am Käfig gespeichert. In der Regel wird ein Blechkäfig aus Stahl nur dann im Lagerkurzzeichen angegeben, wenn er nicht als Standardausführung des Lagers festgelegt ist.

Massivkäfige

Diese Käfige werden aus Metall, Hartgewebe oder Kunststoff hergestellt ➤ Bild. Sie sind anhand des Lagerkurzzeichens erkennbar.

Massivkäfige aus Metall oder Hartgewebe

Massivkäfige aus Metall verwendet man bei hohen Anforderungen an die Käfigfestigkeit und bei hohen Temperaturen. Massivkäfige werden auch eingesetzt, wenn eine Bordführung des Käfigs notwendig ist. Bordgeführte Käfige für schnell laufende Lager werden vielfach aus leichten Werkstoffen, wie Leichtmetall oder Hartgewebe, gefertigt, damit die Massenkräfte klein bleiben.

Massivkäfige aus Polyamid PA66

Massivkäfige aus Polyamid PA66 werden im Spritzgießverfahren hergestellt ➤ Bild. Damit können in der Regel Käfigformen verwirklicht werden, die besonders tragfähige Konstruktionen ermöglichen. Die Elastizität und das geringe Gewicht des Polyamids wirken sich günstig aus bei stoßartigen Lagerbeanspruchungen, hohen Beschleunigungen und Verzögerungen und bei Verkippungen der Lagerringe gegeneinander. Polyamidkäfige haben sehr gute Gleit- und Notlaufeigenschaften.

Käfige aus glasfaserverstärktem Polyamid PA66 eignen sich für Dauer­temperaturen bis +120 °C. Für höhere Betriebstemperaturen können Kunststoffe wie z. B. PA46 oder PEEK eingesetzt werden.

Bei Ölschmierung können im Öl enthaltene Additive zu einer Beeinträchtigung der Käfiggebrauchsdauer führen. Auch gealtertes Öl kann bei höheren Temperaturen die Käfiggebrauchsdauer beeinträchtigen, so dass auf die Einhaltung der Ölwechselfristen zu achten ist.

Käfigausführungen

Bewährte Käfigbauformen ➤ Bild bis ➤ Bild.

Blechkäfige aus Stahl


Nietkäfig für Rillenkugellager


Fensterkäfig für Nadellager


Fensterkäfig für Pendelrollenlager

Massivkäfige aus Messing


Genieteter Massivkäfig für Rillenkugellager


Fensterkäfig für Schrägkugellager


Stegvernieteter Käfig für Zylinderrollenlager

Massivkäfige aus glasfaser­verstärktem Polyamid


Fensterkäfig für einreihige Schrägkugellager


Fensterkäfig für Zylinderrollenlager


Fensterkäfig
für Nadellager

Führung der Käfige

Die Käfige sind wälzkörper- oder bordgeführt

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal der Käfige ist ihre Führungsart ➤ Bild. Die meisten Käfige werden von den Wälzkörpern geführt und haben kein Nachsetzzeichen für die Führungsart. Bei der Führung durch den Lageraußenring wird das Nachsetzzeichen A verwendet. Käfige, die am Innenring geführt werden, haben das Nachsetzzeichen B.

Standardkäfige eignen sich bei normalen Betriebsbedingungen

Bei normalen Betriebsbedingungen eignet sich in der Regel die Käfigausführung, die als Standardkäfig festgelegt ist. Standardkäfige, die innerhalb einer Lagerreihe je nach der Lagergröße unterschiedlich sein können, werden in den Produktkapiteln beschrieben. Bei besonderen Betriebs­bedingungen muss ein speziell dafür geeigneter Käfig gewählt werden.

Führung der Käfige


Wälzkörper-geführt


Bordgeführt

Betriebstemperatur

Standardwälzlager können bis +120 °C eingesetzt werden

Wälzlager sind so wärmebehandelt, dass sie, abhängig von der Bauart, in der Regel bis +120 °C (bestimmte Lager bis +150 °C) maßstabil sind. Betriebstemperaturen über +150 °C erfordern eine besondere Wärme­behandlung. Derart behandelte Lager sind auf Anfrage erhältlich und haben zur Kennzeichnung die Nachsetzzeichen S1, S2, S3 oder S4 nach DIN 623-1 ➤ Tabelle.

Ab S1 tritt eine Härteminderung ein, die bei der Lebensdauerberechnung zu berücksichtigen ist.

Betriebstemperatur und Nachsetzzeichen für maßstabilisierte Lager

maximale Betriebstemperatur

Nachsetzzeichen für maßstabilisierte Lager

°C

+120

SN1) (Nachsetzzeichen SN wird nicht angeschrieben)

+150

S01)

+150

S0B2) (Nachsetzzeichen B wird nicht angeschrieben)

+200

S11)

+250

S21)

+300

S31)

+350

S41)

  1. Innen- und Außenring für angegebene Betriebs­temperatur stabilisiert
  2. Innenring bis +150 °C stabilisiert

Laufrollen

Normale Betriebs­temperatur = +70 °C

Eine Betriebstemperatur von +70 °C wird als normale Betriebstemperatur betrachtet. Weitere Temperaturangaben sind in den Produktbeschreibungen zu beachten.

Abgedichtete Lager

Temperaturgrenzen

Bei abgedichteten Lagern ist die zulässige Temperatur abhängig von den Anforderungen an die Gebrauchsdauer der Fettfüllung und an die Wirkung der berührenden Dichtung. Abgedichtete Lager sind mit besonders geprüften, leistungsfähigen Qualitätsfetten geschmiert. Diese Fette ertragen kurzzeitig +120 °C. Ab +70 °C Dauertemperatur ist bei Standardfetten auf Lithiumseifenbasis mit einer Minderung der Fettgebrauchsdauer zu rechnen.

Für hohe Temperaturen sind häufig Sonderfette notwendig

Vielfach werden bei hohen Temperaturen nur mit Sonderfetten ­ausreichende Gebrauchsdauerwerte erreicht. In diesen Fällen ist auch zu prüfen, ob Dichtungen aus wärmebeständigen Werkstoffen verwendet werden müssen. Die Einsatzgrenze der üblichen berührenden Dichtungen liegt bei +100 °C.

Bei der Verwendung von Hochtemperatur-Synthesewerkstoffen für Dichtungen und Fette ist zu beachten, dass die besonders leistungsfähigen, fluorierten Werkstoffe bei einer Erwärmung auf etwa +300 °C und mehr gesundheitsschädliche Gase und Dämpfe abgeben können. Dieser Fall kann dann eintreten, wenn beispielsweise beim Ausbau eines Lagers ein Schweißbrenner verwendet wird.

Sicherheitsdatenblätter bei hohen Temperaturen beachten

Hohe Temperaturen sind besonders bei Dichtungen aus Fluorkautschuk (FKM, FPM, zum Beispiel Viton®) oder fluorierten Schmierfetten wie den Wälzlagerfetten Arcanol TEMP200 und Schmierfetten nach GA11 kritisch. Lässt sich die hohe Temperatur nicht vermeiden, dann ist das für den jeweiligen fluorierten Werkstoff gültige Sicherheitsdatenblatt zu beachten, das auf Anforderung erhältlich ist.

Maß- und Lauftoleranzen

Für die Hauptabmessungen und die Laufgenauigkeit von Wälzlagern gelten in der Regel internationale Normen. Soweit nicht anders angegeben, entsprechen die Toleranzen der Radial-Wälzlager ISO 492:2014, die der Axial-Wälzlager ISO 199:2014. Welche Lager mit welchen Toleranzen geliefert werden, ist in den jeweiligen Produktkapiteln angegeben.

Hauptabmessungen

Hauptabmessungen der Lager ➤ Bild.

Haupt-abmessungen der Lager

Genauigkeit (Toleranzklassen)

Toleranzklasse Normal

Die Maß- und Laufgenauigkeit der Wälzlager entspricht der Toleranzklasse Normal. Für Lager mit höherer Genauigkeit sind die Toleranzen auf die Werte der Klassen 6, 5, 4 und 2 eingeengt. Toleranztabellen der einzelnen Toleranzklassen ➤ Tabelle bis ➤ Tabelle.

Genauigkeitslager

Außer in den genormten Toleranzklassen werden Genauigkeitslager auch in den Toleranzklassen P4S, SP und UP gefertigt. Diese Toleranzen sind in den jeweiligen Produktbeschreibungen aufgeführt.

Toleranzsymbole, tolerierte Eigenschaften, Abmaße für Radial- und Axial-Wälzlager

Für die angegebenen Spezifikationsmodifikatoren in ➤ Tabelle und ➤ Tabelle gelten folgende Einschränkungen:

  • Spezifikationsmodifikator wird nicht auf einer Zeichnung ange­geben, wenn das Zweipunktmaß als Default-Spezifikation definiert ist.
  • Spezifikationsmodifikator ist nicht geeignet für Fälle, in denen kein gegenüberliegendes Material existiert, zum Beispiel Kegelrollenlager­außenring mit großer Kantenabrundung an der Rückseite und kleiner Frontseite. Lösungen müssen im Rahmen des GPS-Systems entwickelt und zukünftig berücksichtigt werden.

Symbole für Nennmaße, Merkmale und Spezifikations­modifikatoren für Radial-Wälzlager nach ISO 492:2014

Symbol für Nennmaß1)2)

Toleranzsymbol für Merkmal2)

GPS-Symbol und Spezifikationsmodifikator

Beschreibung für Radiallager

Alter Begriff

Symbole nach ISO 1101 und ISO 14405-1

nach ISO 492:2014 (basierend auf ISO 1101,
ISO 5459 und ISO 14405-1)

nach ISO 1132‑1: 2000

Breite

B

Nennmaß der Innenringbreite

Nennbreite des Innenrings

tΔBs

Symmetrische Ringe

Abweichung eines Zweipunkt­größenmaßes der Innenringbreite vom Nennmaß

ΔBs = Bs – B
Bs = einzelnes Zweipunktgrößenmaß der Innenringbreite

Abweichung der einzelnen Innenringbreite

tΔBs

Asymmetrische Ringe,
oberes Grenzabmaß

Abweichung des kleinsten, von zwei gegenüberliegenden Linien umschriebenen Größenmaßes der Innenringbreite vom Nennmaß, in jedem beliebigen Längsschnitt,
welcher die Achse der Innenring­bohrung beinhaltet

Abweichung der einzelnen Innenringbreite
tΔBs

Asymmetrische Ringe,
unteres Grenzabmaß

Abweichung eines Zweipunkt­größenmaßes der Innenringbreite vom Nennmaß

Abweichung der einzelnen Innenringbreite
tVBs

Symmetrische Ringe

Spanne der Zweipunktgrößenmaße der Innenringbreite

VBs = Bs max – Bs min

Schwankung der Innenringbreite

tVBs

Asymmetrische Ringe

Spanne der kleinsten, von zwei gegenüberliegenden Linien umschriebenen Größenmaße der Innenringbreite, aus allen beliebigen Längsschnitten, welche die Achse der Innenringbohrung beinhalten

Schwankung der Innenringbreite

C

Nennmaß der Außenringbreite

Nennbreite des Außenrings

tΔCs

Symmetrische Ringe

Abweichung eines Zweipunkt­größenmaßes der Außenringbreite vom Nennmaß

ΔCs = Cs – C
Cs = einzelnes Zweipunktgrößenmaß der Außenringbreite

Abweichung der einzelnen Außenringbreite

tΔCs

Asymmetrische Ringe,
oberes Grenzabmaß

Abweichung des kleinsten, von zwei gegenüberliegenden Linien umschriebenen Größenmaßes der Außenringbreite vom Nennmaß, in jedem beliebigen Längsschnitt, welcher die Achse der Außenring-Außenfläche beinhaltet

Abweichung der einzelnen Außenringbreite

Asymmetrische Ringe,
unteres Grenzabmaß

Abweichung eines Zweipunkt­größenmaßes der Außenringbreite vom Nennmaß

Abweichung der einzelnen Außenringbreite
tVCs

Symmetrische Ringe

Spanne der Zweipunktgrößenmaße der Außenringbreite

VCs = Cs max – Cs min

Schwankung der Außenringbreite

tVCs

Asymmetrische Ringe

Spanne der kleinsten, von zwei gegenüberliegenden Linien umschriebenen Größenmaße der Außenringbreite, aus allen beliebigen Längsschnitten, welche die Achse der Außenring-Außenfläche beinhalten

Schwankung der Außenringbreite

C1

Nennmaß der Außenring‑Flanschbreite

Nennbreite des Außenringflansches

tΔC1s

Abweichung eines Zweipunkt­größenmaßes der Außenring-Flanschbreite vom Nennmaß

Abweichung der einzelnen Breite eines Außenringflansches

tVC1s

Spanne der Zweipunktgrößenmaße der Außenring-Flanschbreite

VC1s = C1s max – C1s min

Schwankung der Breite
des Außenringflansches

Durchmesser

d

Nennmaß des Durchmessers einer zylindrischen Bohrung oder des Durchmessers am theoretischen, kleinen Ende einer kegeligen Bohrung

Nenn­durchmesser der Bohrung

tΔds

Abweichung eines Zweipunktgrößenmaßes des Bohrungsdurchmessers vom Nennmaß

Δds = ds – d

Abweichung des einzelnen Bohrungsdurchmessers

tVdsp

Spanne der Zweipunktgrößenmaße des Bohrungsdurchmessers in jedem beliebigen Querschnitt einer zylindrischen oder kegeligen Bohrung

Vdsp = ds max – ds min

Schwankung eines einzelnen Bohrungs­durchmessers in einer einzelnen Ebene

tΔdmp

Zylindrische Bohrung

Abweichung des mittleren Wertes
der Spanne des Rangordnungs­größenmaßes (gebildet aus Zweipunktgrößenmaßen) des Bohrungs-durchmessers vom Nennmaß in jedem beliebigen Querschnitt

dmp = (d max + d min)/2
Δdmp = dmp – d

Abweichung des mittleren Bohrungs­durchmessers in einer einzelnen Ebene

tΔdmp

Kegelige Bohrung

Abweichung des mittleren Wertes
der Spanne des Rangordnungs­größenmaßes (gebildet aus Zweipunktgrößenmaßen) des Bohrungs-durchmessers am theoretischen kleinen Ende der kegeligen Bohrung vom Nennmaß

Abweichung des mittleren Bohrungs­durchmessers in einer einzelnen Ebene

tVdmp

Spanne der mittleren Werte der Spannen des Rangordnungsgrößen­maßes (gebildet aus Zweipunktgrößenmaßen) des Bohrungsdurchmessers aus allen beliebigen Querschnitten einer zylindrischen Bohrung

Vdmp = dmp max – dmp min

Schwankung des mittleren Bohrungsdurchmessers

d1

Nennmaß des Durchmessers
am theoretischen großen Ende
einer kegeligen Bohrung

tΔd1mp

Abweichung des mittleren Wertes der Spanne des Rangordnungsgrößen­maßes (gebildet aus Zweipunktgrößenmaßen) des Bohrungsdurchmessers am theoretischen großen Ende der kegeligen Bohrung vom Nennmaß

D

Nennmaß des Außendurchmessers

Nenn­durchmesser des Mantels

tΔDs

Abweichung eines Zweipunktgrößenmaßes des Außendurchmessers vom Nennmaß

Abweichung des einzelnen Manteldurchmessers

tVDsp

Spanne der Zweipunktgrößenmaße
des Außendurchmessers in jedem beliebigen Querschnitt

Schwankung eines einzelnen Manteldurchmessers in einer einzelnen Ebene

tΔDmp

Abweichung des mittleren Wertes der Spanne des Rangordnungsgrößen­maßes (gebildet aus Zweipunktgrößenmaßen) des Außendurchmessers vom Nennmaß in jedem beliebigen Querschnitt

Dmp = (D max + D min)/2
ΔDmp = Dmp – D

Abweichung des mittleren Manteldurchmessers in einer einzelnen Ebene

tVDmp

Spanne der mittleren Werte der Spannen des Rangordnungsgrößenmaßes (gebildet aus Zweipunktgrößenmaßen) aus allen beliebigen Querschnitten des Außendurchmessers

VDmp = Dmp max – Dmp min

Schwankung des mittleren Manteldurchmessers

D1

Nennmaß des Außendurchmessers eines Außenringflansches

tΔD1s

Abweichung eines Zweipunktgrößenmaßes des Außendurchmessers eines Außenringflansches vom Nennmaß

Laufgenauigkeit

tKea

3)

Rundlauf der Außenring-Außen­fläche am zusammengebauten Lager in Bezug auf die aus der Innenring-­Bohrungsfläche gebildeten Achse

Radialschlag des Außenrings am zusammengebauten Lager

tKia

3)

Rundlauf der Innenring-Bohrungsfläche am zusammen­gebauten Lager in Bezug auf
die aus der Außenring-Außenfläche gebildeten Achse

Radialschlag des Innenrings am zusammengebauten Lager

tSd

3)

Planlauf der Innenring-Seitenfläche in Bezug auf die aus der Innenring-­Bohrungsfläche gebildeten Achse

Rechtwinkligkeit der Innenring-Seiten­fläche, bezogen auf die Bohrung

tSD

Rechtwinkligkeit der Achse der Außenring-Außenfläche in Bezug auf die Außenring-Seitenfläche

Rechtwinkligkeit der Außenring-Mantel­linie, bezogen auf die Seitenfläche

tSD1

Rechtwinkligkeit der Achse der Außenring-Außenfläche in Bezug auf die seitliche Anlagefläche des Außenring-Flansches

Rechtwinkligkeit der Außenring-Mantel­linie, bezogen auf die Flansch-Anlagefläche

tSea

3)

Planlauf der Außenring-Seitenfläche am zusammengebauten Lager in Bezug auf die aus der Innenring-­Bohrungsfläche gebildeten Achse

Axialschlag des Außenringes am zusammengebauten Lager

tSea1

3)

Planlauf der seitlichen Anlagefläche des Außenringflansches am zusammengebauten Lager in Bezug auf die aus der Innenring-Bohrungsfläche gebildeten Achse

Axialschlag der Anlagefläche des Außenringflansches am zusammen­gebauten Lager

tSia

3)

Planlauf der Innering-Seitenfläche am zusammengebauten Lager in Bezug auf die aus der Außenring-Außenfläche gebildeten Achse

Axialschlag des Innenringes am zusammengebauten Lager

Kegelige Bohrung

SL

Kegelsteigungsmaß:
Differenz der Nenndurchmesser am theoretischen großen Ende und kleinen Ende einer kegeligen Bohrung

SL = d1 – d
SL = Abstand

tΔSL

Abweichung des Kegelsteigungs-maßes einer kegeligen Bohrung vom Nennmaß (Beschreibung basierend auf DIN EN ISO 1119)

ΔSL = Δd1mp – Δdmp

α

Kegelwinkel einer kegeligen Innenringbohrung

Breite am zusammengebauten Lager

T

Nennmaß der Breite eines zusammengebauten Lagers

Nennbreite des Lagers

tΔTs

3)

Abweichung des kleinsten umschriebenen Größenmaßes der Breite eines zusammengebauten Lagers vom Nennmaß

Abweichung der tatsächlichen Lagerbreite

T1

Nennmaß der effektiven Breite der inneren Baueinheit gepaart mit einem Referenz-Außenring

Effektive Nennbreite der inneren Baueinheit

tΔT1s

3)

Abweichung des kleinsten umschriebenen Größenmaßes der effektiven Breite (innere Baueinheit gepaart mit einem Referenz-Außenring) vom Nennmaß

Abweichung der tatsächlichen effektiven Breite der inneren Baueinheit

T2

Nennmaß der effektiven Breite des Außenrings, gepaart mit einer inneren Referenz-Baueinheit

Effektive Nennbreite des Außenrings

tΔT2s

3)

Abweichung des kleinsten umschriebenen Größenmaßes der effektiven Breite (Außenring gepaart mit einer inneren Referenz-Baueinheit) vom Nennmaß

Abweichung der tatsächlichen effektiven Breite des Außenrings

TF

Nennmaß der Breite zwischen Flanschanlagefläche und Innenring-Seitenfläche am zusammengebauten Lager mit Flansch

tΔTFs

3)

Abweichung des kleinsten umschriebenen Größenmaßes der Breite zwischen Flanschanlagefläche und Innenring-Seitenfläche vom Nennmaß, am zusammengebauten Lager mit Flansch

TF2

Nennmaß der effektiven Breite zwischen Außenring-Flanschanlage­fläche und Innenring-Seitenfläche vom Nennmaß, bei Paarung des Außenrings mit einer inneren Referenz-Baueinheit

tΔTF2s

3)

Abweichung des kleinsten umschriebenen Größenmaßes der effektiven Breite zwischen Flanschanlagefläche und Innenring-Seitenfläche vom Nennmaß, bei Paarung des Außenrings mit einer inneren Referenz-Baueinheit

  1. Symbole für Nennmaß sind fett gedruckt; sie bezeichnen Größenmaße und Abstände.
  2. Symbole gemäß ISO 15241 (Ausnahme: Schriftart).
  3. Spezifikationsmodifikator für die Wirkrichtung der Gewichtskraft sowie feste und beweg­liche Teile nach ISO/TS 17863 erforderlich.

Symbole für Nennmaße, Merkmale und Spezifikations­modifikatoren für Axial-Wälzlager nach ISO 199:2014

Symbol für Nennmaß1)2)

Toleranzsymbol für Merkmal2)

GPS-Symbol und Spezifikations­modifikator

Beschreibung für Axiallager

Alter Begriff

Symbole nach ISO 1101 und ISO 14405-1

nach ISO 199:2014
(basierend auf ISO 1101,
ISO 5459 und ISO 14405-1)

nach ISO 1132‑1:
2000

Durchmesser

d

Nennmaß des Wellenscheiben-Bohrungsdurchmessers,
einseitig wirkendes Lager

Nenndurchmesser der Bohrung (Wellenscheibe)

tΔdmp

Abweichung des mittleren Wertes
der Spanne des Rangordnungsgrößen­maßes (gebildet aus Zweipunkt­größenmaßen) des Wellenscheiben-Bohrungsdurchmessers vom Nennmaß in jedem beliebigen Querschnitt

dmp = (d max + d min)/2
Δdmp = dmp – d

Abweichung des mittleren Bohrungs­durchmessers in einer einzelnen Ebene

tVdsp

Spanne der Zweipunktgrößenmaße des Wellenscheiben-Bohrungs­durchmessers in jedem beliebigen Querschnitt

Vdsp = ds max – ds min

Schwankung eines einzelnen Bohrungsdurch­messers in einer einzelnen Ebene

d2

Nennmaß des Zwischenscheiben-Bohrungsdurchmessers,
zweiseitig wirkendes Lager

tΔd2mp

Abweichung des mittleren Wertes
der Spanne des Rangordnungsgrößen­maßes (gebildet aus Zweipunkt­größenmaßen) des Zwischenscheiben-Bohrungsdurchmessers vom Nennmaß in jedem beliebigen Querschnitt

d2mp = (d2 max + d2 min)/2

tVd2sp

Spanne der Zweipunktgrößenmaße des Zwischenscheiben-Bohrungsdurchmessers in jedem beliebigen Querschnitt

Schwankung eines einzelnen Bohrungs­durchmessers in einer einzelnen Ebene

D

Nennmaß des Außendurchmessers
der Gehäusescheibe

Nenndurchmesser des Mantels
der Bohrung (Gehäusescheibe)

tΔDmp

Abweichung des mittleren Wertes
der Spanne des Rangordnungsgrößen­maßes (gebildet aus Zweipunkt­größenmaßen) des Gehäusescheiben-Außendurchmessers vom Nennmaß in jedem beliebigen Querschnitt

Dmp = (D max + D min)/2
ΔDmp = Dmp – D

Abweichung des mittleren Mantel­durchmessers in einer einzelnen Ebene

tVDsp

Spanne der Zweipunktgrößenmaße des Gehäusescheiben-Außendurch­messers in jedem beliebigen Querschnitt

VDsp = Ds max – Ds min

Schwankung eines einzelnen Manteldurchmessers in einer einzelnen Ebene

Höhe

T

Nennmaß der Lagerhöhe,
einseitig wirkendes Lager

Nennhöhe des Lagers

tΔTs

3)

Abweichung des kleinsten umschriebenen Größenmaßes der Lagerhöhe eines zusammen­gebauten Lagers vom Nennmaß, einseitig wirkendes Lager

Abweichung der tatsäch­lichen Lagerhöhe

T1

Nennmaß der Lagerhöhe, zweiseitig wirkendes Lager

tΔT1s

3)

Abweichung des kleinsten umschriebenen Größenmaßes der Lagerhöhe eines zusammengebauten Lagers vom Nennmaß, beidseitig wirkendes Lager

tSe4)

Axial-Zylinderrollenlager

Spanne von Zweipunktgrößen­maßen zwischen Laufbahn und Anlagefläche (Rückseite) der Gehäusescheibe

Schwankung der Gehäusescheibenhöhe

tSe4)

Axial-Kugellager

Spanne der durch eine Kugel festgelegten kleinsten örtlichen Maße zwischen der Laufbahn und der gegenüberliegenden Anlagefläche der Gehäusescheibe, gebildet aus allen Längsschnitten, welche
die Achse der Gehäusescheiben-Außenfläche beinhalten

Schwankung der Gehäusescheibenhöhe

tSi4)

Axial-Zylinderrollenlager

Spanne von Zweipunktgrößen­maßen zwischen Laufbahn und Anlagefläche (Rückseite) der Wellenscheibe

Schwankung der Wellenscheibenhöhe

tSi4)

Axial-Kugellager

Spanne der durch eine Kugel festgelegten kleinsten örtlichen Maße zwischen der Laufbahn und
der gegenüberliegenden Anlage­fläche der Wellenscheibe, gebildet aus allen Längs­schnitten, welche die Achse
der Wellenscheiben-Bohrung beinhalten

Schwankung der Wellenscheibenhöhe

Fortsetzung ▲

  1. Symbole für Nennmaß sind fett gedruckt; sie bezeichnen Größenmaße und Abstände.
  2. Symbole gemäß ISO 1101 und ISO 14405-1.
  3. Spezifikationsmodifikator für die Wirkrichtung der Gewichtskraft nach ISO/TS 17863.
  4. Gilt nur für Axialkugellager und Axial-Zylinderrollenlager mit Druckwinkel 90°.

Radiallager, außer Kegelrollenlager

Toleranzklasse Normal, Innenring

Nenndurchmesser der Bohrung

Abweichung
der Bohrung

Schwankung

Rundlauf

d

tΔdmp

tVdsp

tVdmp

tKia

μm

max.

mm

μm

Durchmesserreihen

μm

μm

über

bis

U

L

9

0, 1

2, 3, 4

max.

max.

2,5

0

–8

10

8

6

6

10

2,5

10

0

–8

10

8

6

6

10

10

18

0

–8

10

8

6

6

10

18

30

0

–10

13

10

8

8

13

30

50

0

–12

15

12

9

9

15

50

80

0

–15

19

19

11

11

20

80

120

0

–20

25

25

15

15

25

120

180

0

–25

31

31

19

19

30

180

250

0

–30

38

38

23

23

40

250

315

0

–35

44

44

26

26

50

315

400

0

–40

50

50

30

30

60

400

500

0

–45

56

56

34

34

65

500

630

0

–50

63

63

38

38

70

630

800

0

–75

80

800

1 000

0

–100

90

1 000

1 250

0

–125

100

1 250

1 600

0

–160

120

1 600

2 000

0

–200

140

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

Toleranzklasse Normal, Breitentoleranzen Innenring

Nenndurchmesser der Bohrung

Abweichung
der Innenringbreite

Schwankung
der Innenringbreite

d

tΔBs

tVBs

μm

mm

alle

normal

modifiziert1)

μm

über

bis

U

L

L

max.

2,5

0

–40

12

2,5

10

0

–120

–250

15

10

18

0

–120

–250

20

18

30

0

–120

–250

20

30

50

0

–120

–250

20

50

80

0

–150

–380

25

80

120

0

–200

–380

25

120

180

0

–250

–500

30

180

250

0

–300

–500

30

250

315

0

–350

–500

35

315

400

0

–400

–630

40

400

500

0

–450

50

500

630

0

–500

60

630

800

0

–750

70

800

1 000

0

–1 000

80

1 000

1 250

0

–1 250

100

1 250

1 600

0

–1 600

120

1 600

2 000

0

–2 000

140

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

  1. Nur für Lager, die speziell für gepaarte Anordnungen gefertigt werden, ausgenommen Rillenkugellager.

Toleranzklasse Normal, Außenring1)

Nennmaß
des Außen­durchmessers

Abweichung
des Außen­durchmessers

Schwankung

Rundlauf

D

tΔDmp

tVDsp

tVDmp2)

tKea

μm

max.

Offene Lager

Lager
mit Deck-
oder Dicht­scheiben

mm

μm

Durchmesser­reihen

μm

μm

über

bis

U

L

9

0, 1

2, 3, 4

max.

max.

6

0

–8

10

8

6

10

6

15

6

18

0

–8

10

8

6

10

6

15

18

30

0

–9

12

9

7

12

7

15

30

50

0

–11

14

11

8

16

8

20

50

80

0

–13

16

13

10

20

10

25

80

120

0

–15

19

19

11

26

11

35

120

150

0

–18

23

23

14

30

14

40

150

180

0

–25

31

31

19

38

19

45

180

250

0

–30

38

38

23

23

50

250

315

0

–35

44

44

26

26

60

315

400

0

–40

50

50

30

30

70

400

500

0

–45

56

56

34

34

80

500

630

0

–50

63

63

38

38

100

630

800

0

–75

94

94

55

55

120

800

1 000

0

–100

125

125

75

75

140

1 000

1 250

0

–125

160

1 250

1 600

0

–160

190

1 600

2 000

0

–200

220

2 000

2 500

0

–250

250

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

  1. tΔCs, tΔC1s, tVCs und tVC1s sind identisch mit tΔBs und tVBs für den Innenring des zugehörigen Lagers ➤ Tabelle
  2. Gilt vor dem Zusammenbau des Lagers und nachdem innere und/oder äußere Sprengringe entfernt sind.

Radiallager, außer Kegelrollenlager

Toleranzklasse 6, Innenring

Nenndurchmesser der Bohrung

Abweichung
der Bohrung

Schwankung

Rundlauf

d

tΔdmp

tVdsp

tVdmp

tKia

μm

max.

mm

μm

Durchmesserreihen

μm

μm

über

bis

U

L

9

0, 1

2, 3, 4

max.

max.

2,5 0 –7 9 7 5 5 5
2,5 10 0 –7 9 7 5 5 6
10 18 0 –7 9 7 5 5 7
18 30 0 –8 10 8 6 6 8
30 50 0 –10 13 10 8 8 10
50 80 0 –12 15 15 9 9 10
80 120 0 –15 19 19 11 11 13
120 180 0 –18 23 23 14 14 18
180 250 0 –22 28 28 17 17 20
250 315 0 –25 31 31 19 19 25
315 400 0 –30 38 38 23 23 30
400 500 0 –35 44 44 26 26 35
500 630 0 –40 50 50 30 30 40

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

Toleranzklasse 6, Breitentoleranzen Innenring

Nenndurchmesser der Bohrung

Abweichung
der Innenringbreite

Schwankung
der Innenringbreite

d

tΔBs

tVBs

μm

mm

alle

normal

modifiziert1)

μm

über

bis

U

L

L

max.

2,5 0 –40

12
2,5 10 0 –120 –250 15
10 18 0 –120 –250 20
18 30 0 –120 –250 20
30 50 0 –120 –250 20
50 80 0 –150 –380 25
80 120 0 –200 –380 25
120 180 0 –250 –550 30
180 250 0 –300 –500 30
250 315 0 –350 –500 35
315 400 0 –400 –630 40
400 500 0 –450

45
500 630 0 –500

50

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

  1. Nur für Lager, die speziell für gepaarte Anordnungen gefertigt werden, ausgenommen Rillenkugellager.

Toleranzklasse 6, Außenring1)

Nennmaß
des Außen­durchmessers

Abweichung
des Außen­durchmessers

Schwankung

Rund­lauf

D

tΔDmp

tVDsp

tVDmp2)

tKea

μm

max.

Offene Lager

Lager
mit Deck-
oder Dicht­scheiben

mm

μm

Durch­messer­reihen

μm

μm

über

bis

U

L

9

0, 1

2, 3, 4

max.

max.

6 0 –7 9 7 5 9 5 8
6 18 0 –7 9 7 5 9 5 8
18 30 0 –8 10 8 6 10 6 9
30 50 0 –9 11 9 7 13 7 10
50 80 0 –11 14 11 8 16 8 13
80 120 0 –13 16 16 10 20 10 18
120 150 0 –15 19 19 11 25 11 20
150 180 0 –18 23 23 14 30 14 23
180 250 0 –20 25 25 15

15 25
250 315 0 –25 31 31 19

19 30
315 400 0 –28 35 35 21

21 35
400 500 0 –33 41 41 25

25 40
500 630 0 –38 48 48 29

29 50
630 800 0 –45 56 56 34

34 60
800 1 000 0 –60 75 75 45

45 75

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

  1. tΔCs, tΔC1s, tVCs und tVC1s sind identisch mit tΔBs und tVBs für den Innenring des zugehörigen Lagers ➤ Tabelle
  2. Gilt vor dem Zusammenbau des Lagers und nachdem innere und/oder äußere Sprengringe entfernt sind.

Radiallager, außer Kegelrollenlager

Toleranzklasse 5, Innenring

Nenndurch­messer der Bohrung

Abweichung der Bohrung

Schwankung

Rund­lauf

Plan­lauf

d

tΔdmp

tVdsp

tVdmp

tKia

tSd

μm

max.

mm

μm

Durchmesser­reihen

μm

μm

μm

über

bis

U

L

9

0, 1, 2, 3, 4

max.

max.

max.

2,5

0

–5

5

4

3

4

7

2,5

10

0

–5

5

4

3

4

7

10

18

0

–5

5

4

3

4

7

18

30

0

–6

6

5

3

4

8

30

50

0

–8

8

6

4

5

8

50

80

0

–9

9

7

5

5

8

80

120

0

–10

10

8

5

6

9

120

180

0

–13

13

10

7

8

10

180

250

0

–15

15

12

8

10

11

250

315

0

–18

18

14

9

13

13

315

400

0

–23

23

18

12

15

15

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

Toleranzklasse 5, Breitentoleranzen, Innenring

Nenndurch­messer der Bohrung

Abweichung
der Innenringbreite

Schwankung der Innenring­breite

Planlauf der Innenring­seitenfläche

d

tΔBs

tVBs

tSia1)

μm

mm

alle

normal

modifiziert2)

μm

μm

über

bis

U

L

L

max.

max.

2,5

0

–40

–250

5

7

2,5

10

0

–40

–250

5

7

10

18

0

–80

–250

5

7

18

30

0

–120

–250

5

8

30

50

0

–120

–250

5

8

50

80

0

–150

–250

6

8

80

120

0

–200

–380

7

9

120

180

0

–250

–380

8

10

180

250

0

–300

–500

10

13

250

315

0

–350

–500

13

15

315

400

0

–400

–630

15

20

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß

L = Unteres Grenzabma

  1. Nur für Rillenkugellager und Schrägkugellager.
  2. Nur für Lager, die speziell für gepaarte Anordnungen gefertigt werden, ausgenommen Rillenkugel­lager.

Toleranzklasse 5, Außenring1)

Nennmaß des Außen­durch­messers

Abweichung des Außen­durchmessers

Schwankung

Rund­lauf

Recht­wink­ligkeit

Plan­lauf

D

tΔDmp

tVDsp2)

tVDmp3)

tVCs

tKea

tSD

tSea4)

μm

max.

mm

μm

Durch­messer­reihen

μm

μm

μm

μm

μm

über

bis

U

L

9

0, 1, 2, 3, 4

max.

max.

max.

max.

max.

6

0

–5

5

4

3

5

5

4

8

6

18

0

–5

5

4

3

5

5

4

8

18

30

0

–6

6

5

3

5

6

4

8

30

50

0

–7

7

5

4

5

7

4

8

50

80

0

–9

9

7

5

6

8

4

10

80

120

0

–10

10

8

5

8

10

4,5

11

120

150

0

–11

11

8

6

8

11

5

13

150

180

0

–13

13

10

7

8

13

5

14

180

250

0

–15

15

11

8

10

15

5,5

15

250

315

0

–18

18

14

9

11

18

6,5

18

315

400

0

–20

20

15

10

13

20

6,5

20

400

500

0

–23

23

17

12

15

23

7,5

23

500

630

0

–28

28

21

14

18

25

9

25

630

800

0

–35

35

26

18

20

30

10

30

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

  1. tΔCs ist identisch mit tΔBs für den Innenring des zugehörigen Lagers ➤ Tabelle
  2. Für Radial-Kugellager mit Deck- und Dichtscheiben sind keine Werte festgelegt.
  3. Gilt vor dem Zusammenbau des Lagers und nachdem innere und/oder äußere Sprengringe entfernt sind.
  4. Nur für Rillenkugellager und Schrägkugellager.

Radiallager, außer Kegelrollenlager

Toleranzklasse 4, Innenring

Nenndurch­messer der Bohrung

Abweichung der Bohrung

Abweichung des einzelnen Bohrungs­durch­messers

Schwankung

Rund­lauf

d

tΔdmp

tΔds

tVdsp

tVdmp

tKia

μm

μm

μm

Durchmesserreihen

mm

9

0, 1, 2, 3, 4

9

0, 1, 2, 3, 4

μm

μm

über

bis

U

L

U

L

max.

max.

max.

max.

2,5

0

–4

0

–4

4

3

2

2,5

2,5

10

0

–4

0

–4

4

3

2

2,5

10

18

0

–4

0

–4

4

3

2

2,5

18

30

0

–5

0

–5

5

4

2,5

3

30

50

0

–6

0

–6

6

5

3

4

50

80

0

–7

0

–7

7

5

3,5

4

80

120

0

–8

0

–8

8

6

4

5

120

180

0

–10

0

–10

10

8

5

6

180

250

0

–12

0

–12

12

9

6

8

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

Toleranzklasse 4, Breitentoleranzen, Innenring

Nenndurch­messer der Bohrung

Abweichung
der Innenringbreite

Schwankung der Innenringbreite

Planlauf

d

tΔBs

tVBs

tSia1)

tSd

μm

mm

alle

normal

modifiziert2)

μm

μm

μm

über

bis

U

L

L

max.

max.

max.

2,5

0

–40

–250

2,5

3

3

2,5

10

0

–40

–250

2,5

3

3

10

18

0

–80

–250

2,5

3

3

18

30

0

–120

–250

2,5

4

4

30

50

0

–120

–250

3

4

4

50

80

0

–150

–250

4

5

5

80

120

0

–200

–380

4

5

5

120

180

0

–250

–380

5

7

6

180

250

0

–300

–500

6

8

7

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß
  1. Nur für Rillenkugellager und Schrägkugellager.
  2. Nur für Lager, die speziell für gepaarte Anordnungen gefertigt werden, ausgenommen Rillenkugellager.

Toleranzklasse 4, Außenring

Nennmaß des Außendurch­messers

Abweichung des Außendurch­messers

Abweichung des einzelnen Man­teldurch­messers

Schwankung

Rund­lauf

D

tΔDmp

tΔDs

tVDsp1)

tVDmp

tKea

μm

μm

μm

max.

Durchmesserreihen

mm

9

0, 1, 2, 3, 4

9

0, 1, 2, 3, 4

μm

μm

über

bis

U

L

U

L

max.

max.

6

0

–4

0

–4

4

3

2

3

6

18

0

–4

0

–4

4

3

2

3

18

30

0

–5

0

–5

5

4

2,5

4

30

50

0

–6

0

–6

6

5

3

5

50

80

0

–7

0

–7

7

5

3,5

5

80

120

0

–8

0

–8

8

6

4

6

120

150

0

–9

0

–9

9

7

5

7

150

180

0

–10

0

–10

10

8

5

8

180

250

0

–11

0

–11

11

8

6

10

250

315

0

–13

0

–13

13

10

7

11

315

400

0

–15

0

–15

15

11

8

13

Fortsetzung ▼

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß

L = Unteres Grenzabmaß

  1. Für Lager mit Deck- und Dichtscheiben sind keine Werte festgelegt.

Toleranzklasse 4, Außenring

Nennmaß des Außendurch­messers

Recht­winklig­keit

Planlauf

Abweichung der einzelnen Außenringbreite

Schwankung der Außenring­breite

D

tSD

tSD1

tSea1)

tΔCs

tVCs

mm

μm

μm

μm

μm

über

bis

max.

max.

max.

6

2

5

tΔCs ist identisch mit
tΔBs für den Innenring
des zugehörigen Lagers
➤ Tabelle

2,5

6

18

2

5

2,5

18

30

2

5

2,5

30

50

2

5

2,5

50

80

2

5

3

80

120

2,5

6

4

120

150

2,5

7

5

150

180

2,5

8

5

180

250

3,5

10

7

250

315

4

10

7

315

400

5

13

8

Fortsetzung ▲

  1. Nur für Rillenkugellager und Schrägkugellager.

Radiallager, außer Kegelrollenlager

Toleranzklasse 2, Innenring

Nenndurch­messer der Bohrung

Abweichung
der Bohrung

Abweichung des einzelnen Bohrungs­durchmessers

Schwankung

Rund­lauf

d

tΔdmp

tΔds

tVdsp

tVdmp

tKia

μm

μm

Durchmesserreihen

mm

9

0, 1, 2, 3, 4

μm

μm

μm

über

bis

U

L

U

L

max.

max.

max.

2,5

0

–2,5

0

–2,5

2,5

1,5

1,5

2,5

10

0

–2,5

0

–2,5

2,5

1,5

1,5

10

18

0

–2,5

0

–2,5

2,5

1,5

1,5

18

30

0

–2,5

0

–2,5

2,5

1,5

2,5

30

50

0

–2,5

0

–2,5

2,5

1,5

2,5

50

80

0

–4

0

–4

4

2

2,5

80

120

0

–5

0

–5

5

2,5

2,5

120

150

0

–7

0

–7

7

3,5

2,5

150

180

0

–7

0

–7

7

3,5

5

180

250

0

–8

0

–8

8

4

5

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß

L = Unteres Grenzabmaß

Toleranzklasse 2, Breitentoleranzen, Innenring

Nenndurch­messer der Bohrung

Abweichung
der Innenringbreite

Planlauf

Schwankung
der Innenring­breite

d

tΔBs

tSd

tSia1)

tVBs

μm

mm

alle

normal

modifiziert2)

μm

μm

μm

über

bis

U

L

L

max.

max.

max.

2,5

0

–40

–250

1,5

1,5

1,5

2,5

10

0

–40

–250

1,5

1,5

1,5

10

18

0

–80

–250

1,5

1,5

1,5

18

30

0

–120

–250

1,5

2,5

1,5

30

50

0

–120

–250

1,5

2,5

1,5

50

80

0

–150

–250

1,5

2,5

1,5

80

120

0

–200

–380

2,5

2,5

2,5

120

150

0

–250

–380

2,5

2,5

2,5

150

180

0

–250

–380

4

5

4

180

250

0

–300

–500

5

5

5

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß

L = Unteres Grenzabmaß

  1. Nur für Rillenkugellager und Schrägkugellager.
  2. Nur für Lager, die speziell für gepaarte Anordnungen gefertigt werden, ausgenommen Rillenkugellager.

Toleranzklasse 2, Außenring

Nennmaß des Außendurch­messers

Abweichung des Außendurchmessers

Schwankung

Rundlauf

D

tΔDmp

tΔDs

tVDsp1)

tVDmp

tKea

μm

μm

Durchmesserreihen

mm

9

0, 1, 2, 3, 4

μm

μm

μm

über

bis

U

L

U

L

max.

max.

max.

6

0

–2,5

0

–2,5

2,5

1,5

1,5

6

18

0

–2,5

0

–2,5

2,5

1,5

1,5

18

30

0

–4

0

–4

4

2

2,5

30

50

0

–4

0

–4

4

2

2,5

50

80

0

–4

0

–4

4

2

4

80

120

0

–5

0

–5

5

2,5

5

120

150

0

–5

0

–5

5

2,5

5

150

180

0

–7

0

–7

7

3,5

5

180

250

0

–8

0

–8

8

4

7

250

315

0

–8

0

–8

8

4

7

315

400

0

–10

0

–10

10

5

8

Fortsetzung ▼

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß

L = Unteres Grenzabmaß

  1. Für Lager mit Deck- und Dichtscheiben sind keine Werte festgelegt.

Toleranzklasse 2, Außenring

Nennmaß des Außendurch­messers

Recht­winklig­keit

Plan­lauf

Abweichung der einzelnen Außenringbreite

Schwankung der Außenring­breite

D

tSD

tSD1

tSea1)

tΔCs

tVCs

mm

μm

μm

μm

μm

über

bis

max.

max.

max.

max.

6

0,75

1,5

tΔCs ist identisch mit tΔBs für den Innenring des zugehörigen Lagers ➤ Tabelle

1,5

6

18

0,75

1,5

1,5

18

30

0,75

2,5

1,5

30

50

0,75

2,5

1,5

50

80

0,75

4

1,5

80

120

1,25

5

2,5

120

150

1,25

5

2,5

150

180

1,25

5

2,5

180

250

2

7

4

250

315

2,5

7

5

315

400

3,5

8

7

Fortsetzung ▲

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

  1. Nur für Rillenkugellager und Schrägkugellager.

Lager mit kegeliger Bohrung

Toleranzen für kegelige Bohrungen nach ISO 492, Kegel 1:12, Toleranzklasse Normal

Nenndurchmesser der Bohrung

Abweichung der Bohrung

Schwankung

Abweichung des Kegelsteigungsmaßes

d

tΔdmp

tVdsp1)

tΔSL

mm

μm

μm

μm

über

bis

U

L

max.

U

L

18 30 +33 0 13 +21 0
30 50 +39 0 16 +25 0
50 80 +46 0 19 +30 0
80 120 +54 0 22 +35 0
120 180 +63 0 40 +40 0
180 250 +72 0 46 +46 0
250 315 +81 0 52 +52 0
315 400 +89 0 57 +57 0
400 500 +97 0 63 +63 0
500 630 +110 0 70 +70 0
630 800 +125 0

+80 0
800 1  000 +140 0

+90 0

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß

L = Unteres Grenzabmaß

  1. Gilt in beliebigen Radial­schnitten der Bohrung.

Toleranzen für kegelige Bohrungen, Kegel 1:30, Toleranzklasse Normal

Nenndurchmesser der Bohrung

Abweichung der Bohrung

Schwankung

Abweichung des Kegelsteigungsmaßes

d

tΔdmp

tVdsp1)

tΔSL

mm

μm

μm

μm

über

bis

U

L

max.

U

L

80 +15 0 19 +35 0
80 120 +20 0 25 +40 0
120 180 +25 0 31 +50 0
180 250 +30 0 38 +55 0
250 315 +35 0 44 +60 0
315 400 +40 0 50 +65 0
400 500 +45 0 56 +75 0
500 630 +50 0 63 +85 0
630 800 +75 0

+100 0
800 1  000 +100 0

+100 0

Toleranzsymbole nach ISO 492 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß

L = Unteres Grenzabmaß

  1. Gilt in beliebigen Radial­schnitten der Bohrung.

Kegel 1:12

Kegel 1:12 ist genormt

Für Wälzlager mit kegeliger Bohrung ist der Kegel 1:12 genormt. Das entspricht einem halben Kegelwinkel (α/2 = 2°23′9,4″); nomineller Kegelwinkel α = 4°46′18,8″. Eine Ausnahme bilden Pendelrollenlager der Maßreihen 40, 41 und 42 (der Kegel ist hier 1:30).

Die in ISO 492:2014 für eine kegelige Bohrung festgelegten Maße und Toleranzen zeigt ➤ Bild.

Toleranzen für kegelige Bohrungen

Kegel 1:12
Halber Kegelwinkel
α/2 = 2°23′9,4″;
theoretischer, großer Durchmesser

d1 = d + 1/12 · B

SL = d1 – d = 2B · tan(α/2) ΔSL = Δd1mp – Δdmp

Axiallager

Toleranzen des Bohrungsdurchmessers für Wellenscheiben nach ISO 199:2014

Nenndurch­messer der Bohrung

Toleranzklasse Normal, 6 und 5

Toleranzklasse 4

Abweichung der Bohrung

Schwan­kung

Abweichung der Bohrung

Schwan­kung

d

tΔdmp

tVdsp

tΔdmp

tVdsp

mm

μm

μm

μm

μm

über

bis

U

L

max.

U

L

max.

18 0 –8 6 0 –7 5
18 30 0 –10 8 0 –8 6
30 50 0 –12 9 0 –10 8
50 80 0 –15 11 0 –12 9
80 120 0 –20 15 0 –15 11
120 180 0 –25 19 0 –18 14
180 250 0 –30 23 0 –22 17
250 315 0 –35 26 0 –25 19
315 400 0 –40 30 0 –30 23
400 500 0 –45 34 0 –35 26
500 630 0 –50 38 0 –40 30
630 800 0 –75 55 0 –50 40
800 1  000 0 –100 75 0

1  000 1  250 0 –125 95 0

Toleranzsymbole nach ISO 199 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

Toleranzen des Außendurchmessers für Gehäusescheiben nach ISO 199:2014

Nennmaß
des Außen­durchmessers

Toleranzklasse Normal, 6 und 5

Toleranzklasse 4

Abweichung
des Außen­durchmessers

Schwan­kung

Abweichung
des Außen­durchmessers

Schwan­kung

D

tΔDmp

tVDsp

tΔDmp

tVDsp

mm

μm

μm

μm

μm

über

bis

U

L

max.

U

L

max.

10 18 0 –11 8 0 –7 5
18 30 0 –13 10 0 –8 6
30 50 0 –16 12 0 –9 7
50 80 0 –19 14 0 –11 8
80 120 0 –22 17 0 –13 10
120 180 0 –25 19 0 –15 11
180 250 0 –30 23 0 –20 15
250 315 0 –35 26 0 –25 19
315 400 0 –40 30 0 –28 21
400 500 0 –45 34 0 –33 25
500 630 0 –50 38 0 –38 29
630 800 0 –75 55 0 –45 34
800 1  000 0 –100 75 0 –60 45
1  000 1  250 0 –125 95

1  250 1  600 0 –160 120

Toleranzsymbole nach ISO 199 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

Schwankung der Scheibendicke für Wellen- und Gehäusescheiben, nach ISO 199:2014

Nenndurchmesser der Bohrung

Toleranzklasse

Toleranzklasse Normal, 6, 5, 4

d

Normal

6

5

4

Schwankung der Wellenscheibenhöhe

Schwankung der Gehäusescheibenhöhe

tSi

tSe

mm

μm

μm

über

bis

max.

max.

18 10 5 3 2

Identisch mit tSi
für die Wellenscheibe des zugehörigen Lagers

18 30 10 5 3 2
30 50 10 6 3 2
50 80 10 7 4 3
80 120 15 8 4 3
120 180 15 9 5 4
180 250 20 10 5 4
250 315 25 13 7 5
315 400 30 15 7 5
400 500 30 18 9 6
500 630 35 21 11 7
630 800 40 25 13 8
800 1  000 45 30 15

1  000 1  250 50 35 18

Toleranzsymbole nach ISO 199 ➤ Tabelle

Toleranzen der Nennhöhe

Toleranzen und Nennmaßsymbole

Die Toleranzen der Nennhöhe sind in ➤ Tabelle angegeben. Die zugehörigen Nennmaßsymbole zeigt ➤ Bild.

Nennmaßsymbole der Lagernennhöhe

Toleranzen der Lagernennhöhe

Nenndurchmesser der Bohrung

tTs

tT1s

tT2s

d

mm

μm

μm

μm

über

bis

U

L

U

L

U

L

30

20

–250

100

–250

150

–400

30

50

20

–250

100

–250

150

–400

50

80

20

–300

100

–300

150

–500

80

120

25

–300

150

–300

200

–500

120

180

25

–400

150

–400

200

–600

180

250

30

–400

150

–400

250

–600

250

315

40

–400

200

–400

350

–700

315

400

40

–500

200

–500

350

–700

400

500

50

–500

300

–500

400

–900

500

630

60

–600

350

–600

500

–1 100

630

800

70

–750

400

–750

600

–1 300

800

1  000

80

–1 000

450

–1 000

700

–1 500

1  000

1  250

100

–1 400

500

–1 400

900

–1 800

Fortsetzung ▼

Toleranzsymbole nach ISO 199 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

Toleranzen der Lagernennhöhe

Nenndurchmesser der Bohrung

tT3s

tT4s

d

mm

μm

μm

über

bis

U

L

U

L

30

300

–400

20

–300

30

50

300

–400

20

–300

50

80

300

–500

20

–400

80

120

400

–500

25

–400

120

180

400

–600

25

–500

180

250

500

–600

30

–500

250

315

600

–700

40

–700

315

400

600

–700

40

–700

400

500

750

–900

50

–900

500

630

900

–1 100

60

–1 200

630

800

1 100

–1 300

70

–1 400

800

1 000

1 300

–1 500

80

–1 800

1 000

1 250

1 600

–1 800

100

–2 400

Fortsetzung ▲

Toleranzsymbole nach ISO 199 ➤ Tabelle

U = Oberes Grenzabmaß
L = Unteres Grenzabmaß

Kantenabstände

Radiallager, außer Kegelrollenlager

Minimal- und Maximalwerte

Mindest- und Maximalwerte für die Lager stehen in der Tabelle Grenzmaße für die Kantenabstände nach DIN 620-6 ➤ Tabelle, ➤ Bild.

Bei Nadelhülsen HK, Nadelbüchsen BK und Einstell-Nadellagern PNA und RPNA weichen die Kantenabstände von DIN 620-6 ab. In den Produkt­tabellen sind die unteren Grenzwerte von r angegeben.

Kegelrollenlager

Zu den Kantenabständen für Kegelrollenlager ➤ Bild und ➤ Tabelle, für Axiallager ➤ Bild und ➤ Tabelle.

Kantenabstände für Radiallager (nicht Kegelrollenlager)


Symmetrischer Ringquerschnitt mit gleichen Kanten an beiden Ringen


Symmetrischer Ringquerschnitt mit verschiedenen Kanten an beiden Ringen


Asymmetrischer Ring­querschnitt


Ringnut am Außenring, Lager mit Bordscheibe


Winkelring

Grenzmaße für die Kantenabstände nach DIN 620-6

r1)

d

r1 bis r6a

r1, r3, r5

r2, r4, r62)

r4a, r6a

mm

mm

mm

mm

mm

mm

über

bis

min.

max.

max.

max.

0,05

0,05

0,1

0,2

0,1

0,08

0,08

0,16

0,3

0,16

0,1

0,1

0,2

0,4

0,2

0,15

0,15

0,3

0,6

0,3

0,2

0,2

0,5

0,8

0,5

0,3

40

0,3

0,6

1

0,8

0,3

40

0,3

0,8

1

0,8

0,5

40

0,5

1

2

1,5

0,5

40

0,5

1,3

2

1,5

0,6

40

0,6

1

2

1,5

0,6

40

0,6

1,3

2

1,5

1

50

1

1,5

3

2,2

1

50

1

1,9

3

2,2

1,1

120

1,1

2

3,5

2,7

1,1

120

1,1

2,5

4

2,7

1,5

120

1,5

2,3

4

3,5

1,5

120

1,5

3

5

3,5

2

80

2

3

4,5

4

2

80

220

2

3,5

5

4

2

220

2

3,8

6

4

2,1

280

2,1

4

6,5

4,5

2,1

280

2,1

4,5

7

4,5

2,5

100

2,5

3,8

6

5

2,5

100

280

2,5

4,5

6

5

2,5

280

2,5

5

7

5

3

280

3

5

8

5,5

3

280

3

5,5

8

5,5

4

4

6,5

9

6,5

5

5

8

10

8

6

6

10

13

10

7,5

7,5

12,5

17

12,5

9,5

9,5

15

19

15

12

12

18

24

18

15

15

21

30

21

19

19

25

38

25

  1. Der Nennkantenabstand r ist identisch mit dem kleinstzulässigen Kantenabstand rmin.
  2. Für Lager mit einer Breite von 2 mm oder weniger gelten die Werte für r1.

Kegelrollenlager

Minimal- und Maximalwerte

Mindest- und Maximalwerte für metrische Kegelrollenlager ➤ Bild und ➤ Tabelle.

Kantenabstände für metrische Kegelrollenlager

Grenzmaße für die Kantenabstände

r1)

d, D

r1 bis r4

r1, r3

r2, r4

mm

mm

mm

mm

mm

über

bis

min.

max.

max.

0,3

40 0,3 0,7 1,4
0,3 40

0,3 0,9 1,6
0,6

40 0,6 1,1 1,7
0,6 40

0,6 1,3 2
1

50 1 1,6 2,5
1 50

1 1,9 3
1,5

120 1,5 2,3 3
1,5 120 250 1,5 2,8 3,5
1,5 250

1,5 3,5 4
2

120 2 2,8 4
2 120 250 2 3,5 4,5
2 250

2 4 5
2,5

120 2,5 3,5 5
2,5 120 250 2,5 4 5,5
2,5 250

2,5 4,5 6
3

120 3 4 5,5
3 120 250 3 4,5 6,5
3 250 400 3 5 7
3 400

3 5,5 7,5
4

120 4 5 7
4 120 250 4 5,5 7,5
4 250 400 4 6 8
4 400

4 6,5 8,5
5

180 5 6,5 8
5 180

5 7,5 9
6

180 6 7,5 10
6 180

6 9 11
  1. Der Nennkantenabstand r ist identisch mit dem kleinstzulässigen Kantenabstand rmin.

Axiallager

Minimal- und Maximalwerte

Mindest- und Maximalwerte für die Lager stehen ➤ Bild und ➤ Tabelle. Die Werte in der Tabelle entsprechen DIN 620-6. Bei Axial-Rillenkugellagern sind die Toleranzen für die Kantenabstände in axialer Richtung gleich denen in radialer Richtung.

Kantenabstände für Axiallager


Einseitig wirkendes Axial‑Rillenkugellager mit ebener Gehäusescheibe

Zweiseitig wirkendes Axial‑
Rillenkugellager mit kugeligen Gehäusescheiben und U-Scheiben

Einseitig wirkendes Axial‑
Zylinderrollenlager

Einseitig wirkendes Axial‑
Pendelrollenlager

Grenzmaße für die Kantenabstände

r1)

r1, r2

mm

mm

mm

min.

max.

0,05 0,05 0,1
0,08 0,08 0,16
0,1 0,1 0,2
0,15 0,15 0,3
0,2 0,2 0,5
0,3 0,3 0,8
0,6 0,6 1,5
1 1 2,2
1,1 1,1 2,7
1,5 1,5 3,5
2 2 4
2,1 2,1 4,5
3 3 5,5
4 4 6,5
5 5 8
6 6 10
7,5 7,5 12,5
9,5 9,5 15
12 12 18
15 15 21
19 19 25
  1. Der Nennkantenabstand r ist identisch mit dem kleinstzulässigen Kantenabstand rmin.