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Bei
einer Welle, die in zwei Radiallagern abgestützt ist, stimmen die Abstände der
Lagersitze auf der Welle und im Gehäuse durch Fertigungstoleranzen
häufig nicht überein. Auch durch Erwärmung im Betrieb verändern
sich die Abstände. Diese Abstandsunterschiede werden im Loslager
ausgeglichen. Beispiele
für Fest-Loslagerungen siehe |
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Ideale
Loslager sind Zylinderrollenlager mit |
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Alle
anderen Lagerbauarten, wie Rillenkugellager und Pendelrollenlager,
wirken nur dann als Loslager, wenn ein Lagerring verschiebbar
gepasst ist, |
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Mit
einem zweireihigen Schrägkugellager, |
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Besonders
vorteilhaft sind Schrägkugellager der Universalausführung, |
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Spindellager
der |
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Bei
Getrieben wird manchmal ein Vierpunktlager direkt neben einem Zylinderrollenlager
so eingebaut, dass eine Festlagerstelle entsteht, |
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Bei
niedrigerer Axialkraft kann auch ein Zylinderrollenlager mit |
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Auch
zusammengepasste Kegelrollenlager als Festlager |
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Rillenkugellager Festlager Zylinderrollenlager NU LoslagerAxial-Schrägkugellager ZKLN FestlagerNadellager NKIS LoslagerBild 1 |
Rillenkugellager Festlager LoslagerPendelrollenlager Festlager LoslagerBild 2 |
Zweireihiges Schrägkugellager Festlager Zylinderrollenlager NU LoslagerVierpunktlager und Zylinderrollenlager Festlager Zylinderrollenlager NU LoslagerBild 3 |
Zwei Kegelrollenlager Festlager Zylinderrollenlager NU LoslagerZylinderrollenlager NUP FestlagerZylinderrollenlager NU LoslagerBild 4 |
Schrägkugellagerpaar der Universalausführung O-Anordnung X-AnordnungBild 5 |
Spindellager der Universalausführung O-Anordnung X-Anordnung Tandem-O-AnordnungBild 6 |
Kegelrollenlagerpaar O-Anordnung X-AnordnungBild 7 |
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Diese
Lagerungen bestehen meist aus zwei spiegelbildlich angeordneten
Schrägkugel- oder Kegelrollenlagern, |
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Grundsätzlich
wird zwischen der O-Anordnung, |
Schrägkugellager O-Anordnung X-AnordnungS = Spitzen der Druckkegel H = Stützabstand Bild 8 |
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Bei
der Einstellung der Axialluft ist die Wärmedehnung zu berücksichtigen.
Bei der X-Anordnung, |
| Kegelrollenlager X-Anordnung S = Spitzen der Druckkegel R = Rollkegelspitzen Bild 9 |
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Bei der O-Anordnung unterscheidet man drei Fälle: |
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Kegelrollenlager in
O-Anordnung Schnittpunkte
fallen zusammen Schnittpunkte
überschneiden sichS = Spitzen der Druckkegel R = Rollkegelspitzen Bild 10 |
| Kegelrollenlager in
O-Anordnung, bei der sich die Rollkegelspitzen nicht überschneiden S = Spitzen der Druckkegel R = Rollkegelspitzen Bild 11 |
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Angestellte
Lagerungen erhält man auch durch Vorspannung mit Federn, |
| Rillenkugellager mit Federscheibe vorgespannt FederscheibeBild 12 |
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Die
schwimmende Lagerung ist eine wirtschaftliche Lösung, wenn keine enge
axiale Führung der Welle verlangt wird, |
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Geeignete Lagerbauarten für die schwimmende Anordnung sind zum Beispiel Rillenkugellager, Pendelkugellager, Pendelrollenlager. |
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Bei beiden Lagern ist je ein Ring, gewöhnlich ein Außenring, verschiebbar zu passen. |
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Bei
schwimmenden Lagerungen und Zylinderrollenlagern mit |
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Kegelrollenlager und Schrägkugellager eignen sich nicht für eine schwimmende Anordnung, da sie angestellt werden müssen, um einwandfrei zu laufen. |
Zwei Rillenkugellager Zwei Pendelrollenlager Zwei Zylinderrollenlager NJs = Axialspiel Bild 13 |
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Für die Wahl der Passung ist zu berücksichtigen: |
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Bei |
![]() |
Durch feste Passungen und ein Temperaturgefälle vom Innen- zum Außenring vermindert sich die Radialluft des Lagers! Das ist bei der Wahl der Radialluft zu berücksichtigen! |
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Wird für die Anschlusskonstruktion ein anderer Werkstoff als Gusseisen oder Stahl verwendet, dann müssen für den Festsitz zusätzlich der Elastizitätsmodul und die unterschiedlichen Wärme-Ausdehnungskoeffizienten der Werkstoffe berücksichtigt werden! |
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Für Gehäuse aus Aluminium, dünnwandige Gehäuse und Hohlwellen sind gegebenenfalls engere Passungen zu wählen, um den gleichen Kraftschluss wie bei Gusseisen, Stahl oder Vollwellen zu erreichen! |
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Höhere Belastungen, besonders Stöße, fordern ein größeres Passungsübermaß und engere Formtoleranzen! |
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Nehmen Axiallager auch Radialkräfte auf, zum Beispiel Axial-Pendelrollenlager, so sind Passungen wie für Radiallager zu wählen. |
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Die
Anlageflächen der Gegenstücke müssen senkrecht zur Drehachse
stehen (Planlauftoleranz nach |
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Das Umlaufverhältnis kennzeichnet die Bewegung eines Lagerringes im Verhältnis zur Lastrichtung und liegt als Umfangs- oder Punktlast vor, siehe |
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Steht der Ring relativ zur Belastungsrichtung still, treten keine Kräfte auf, die den Ring relativ zu seiner Sitzfläche verschieben. Eine solche Belastung wird als Punktlast bezeichnet. |
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Die Gefahr, dass die Sitzfläche beschädigt wird, besteht nicht und eine lose Passung ist möglich. |
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![]() |
Da hier die Lager-Sitzfläche beschädigt werden kann, sollte eine feste Passung vorgesehen werden! |
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Die |
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Die |
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Die Tabellen auf den Seiten |
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Abweichungen
sind möglich, wenn besondere Anforderungen, beispielsweise
an die Laufgenauigkeit, Laufruhe, Betriebstemperatur gestellt
werden. So sind für erhöhte Laufgenauigkeiten engere Toleranzen
erforderlich, etwa die Toleranzqualität |
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Bei manchen Einbaufällen ist die Passungsfrage nur durch einen Kompromiss zu lösen. Die einzelnen Anforderungen sind dabei gegeneinander abzuwägen und diejenigen zu erfüllen, die die beste Gesamtlösung ergeben. |
Nulllinie Nenndurchmesser Lose Passung Übergangspassung Feste Passung Wellendurchmesser GehäusebohrungΔDmp = Toleranz-Lageraußendurchmesser Δdmp = Toleranz-Lagerbohrung Bild 14 |
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Die
Zahlenwerte zu den Passungen ( |
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In
jedem Kästchen stehen fünf Zahlen nach folgendem Schema, beispielsweise
für Welle ⌀ |
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Wellenpassungen
siehe Tabellen ab |
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In
jedem Kästchen stehen fünf Zahlen nach folgendem Schema, beispielsweise
für Gehäuse ⌀ |
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| Die kursiv gedruckten Zahlen geben Richtwerte für die |
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| Die kursiv gedruckten Zahlen geben Richtwerte für die |
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| Die kursiv gedruckten Zahlen geben Richtwerte für die |
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| Die kursiv gedruckten Zahlen geben Richtwerte für die |
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| Die kursiv gedruckten Zahlen geben Richtwerte für die |
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| Die kursiv gedruckten Zahlen geben Richtwerte für die |
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Für
Lager ohne Innenring gilt der |
Nadelrolle AußenlaufbahnFw = Hüllkreisdurchmesser Bild 15 |
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Für
die gewünschte Passung müssen die Lagersitze und Passflächen der
Wellen- und Gehäusebohrung bestimmte Toleranzen einhalten, |
| t1 = Rundheit t2 = Parallelität t3 = Planlauf der Anlageschultern Bild 16 |
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Den
Genauigkeitsgrad für die Toleranzen der Lagersitze auf der Welle und
im Gehäuse zeigen die Tabellen, |
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Die
Lagetoleranzen für einen zweiten Lagersitz auf der Welle (d2) beziehungsweise
im Gehäuse (D2) (ausgedrückt durch die Koaxialität
nach |
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Bei geteilten Gehäusen müssen die Trennfugen gratfrei sein. |
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Die Genauigkeit der Lagersitze wird durch die Genauigkeit des gewählten Lagers bestimmt. |
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| ISO-Grundtoleranzen
(IT-Qualitäten) nach |
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Die
Rauheit der Lagersitze ist auf die Toleranzklasse der Lager abzustimmen.
Der |
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Bohrungs-
und Wellentoleranzen sowie zulässige Rauheitswerte sind auch in
Konstruktions- und Sicherheitshinweisen der Produktkapitel
angegeben. Die Richtwerte für die Rauheit entsprechen |
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Die Tabelle zeigt die Zahlenwerte für die ISO-Grundtoleranzen (IT-Qualitäten)
nach |
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Bei Wälzlagern ohne Innen- und, oder Außenring laufen die Wälzkörper direkt auf der Welle oder in der Gehäusebohrung. |
![]() |
Welle und Gehäusebohrung sind als Wälzlager-Laufbahn auszuführen! |
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Die
Laufbahnen sind immer wellenfrei und feinstbearbeitet auszuführen
(Schleifen und Honen)! Bei einem Mittenrauwert |
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Zusätzlich sind die Angaben zur Ausführung der Welle in den Produktkapiteln zu beachten! |
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Die Durchmessertoleranzen der Welle und des Gehäuses bestimmen die Lagerluft! |
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Als
Werkstoffe für die Wälzlagerlaufbahn bei Direktlagerung sind durchhärtende
Stähle nach |
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Einsatzstähle
müssen |
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Für
Flamm- und Induktionshärtung sind Stähle nach |
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Die
Werte gelten für Laufbahnen, Anlaufscheiben und Wellenschultern.
Bei einsatz-, flamm- oder induktionsgehärteten Stählen sind eine
Oberflächenhärte von |
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Die
Härtungstiefe ist nach |
![]() |
Sind
die Laufbahnen weicher als |
| fH = Faktor
zur Berücksichtigung der Laufbahnhärte HRC, HV = Oberflächenhärte Bild 17 |
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Die
Härteverläufe sind schematisch dargestellt, siehe |
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Die Gleichungen basieren auf Härteverläufen, die bei fachmännischer Wärmebehandlung im Normalfall erreicht werden. |
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Einsatzhärtung: |
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Flamm- oder Induktionshärtung: |
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Einsatzhärtung Erforderliche
Härte Härte Abstand von
der OberflächeCHD = Einsatzhärtungstiefe mit Härte Bild 18 |
Flamm- oder
Induktionshärtung Erforderliche
Härte Härte Abstand von
der OberflächeSHD = Einhärtungstiefe Bild 19 |
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Die axiale Befestigung der Lagerringe wird auf die jeweilige Lageranordnung abgestimmt (Festlager, Loslager, angestellte und schwimmend angeordnete Lager). |
![]() |
Die Lagerringe sind kraft- oder formschlüssig zu fixieren, um seitliches Abwandern zu verhindern! Sie dürfen nur an der Wellen- oder Gehäuseschulter, jedoch nicht in der Hohlkehle anliegen! |
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Jeder
Radius des Gegenstücks muss kleiner sein als der kleinste |
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Der
Radius ist mit einer Rundung nach |
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Die
Schulterhöhe der Gegenstücke muss so groß sein, dass auch bei größtem Kantenabstand
des Lagers eine ausreichend breite Anlagefläche bleibt |
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In den Lagertabellen sind die Größtmaße des Radius ra oder ra1 und die Durchmesser der Anlageschultern (Da oder da) angegeben! |
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Auf Besonderheiten bei den einzelnen Lagerbauarten, zum Beispiel bei Nadellagern, Zylinderrollenlagern, Kegelrollenlagern und Axiallagern, wird in den Produktkapiteln hingewiesen! |
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Festlager nehmen Axialkräfte auf. Auf diese Axialkräfte muss das jeweilige Halteelement abgestimmt sein. Geeignet sind Schultern an der Welle und dem Gehäuse, Sprengringe, Gehäusedeckel, Wellenkappen, Muttern, Distanzringe. |
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Loslager haben geringe Axialkräfte bei Wärmedehnung zu übertragen. Die axiale Befestigung muss damit nur das Abwandern der Ringe verhindern. Dazu genügt häufig eine feste Passung. |
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Bei nicht zerlegbaren Lagern muss ein Lagerring fest gepasst werden, der andere wird von den Rollkörpern gehalten. |
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| Beidseitige Abstützung
innen und außen Bild 20 |
| Beidseitige Abstützung
innen Bild 21 |
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Die
Lagerringe müssen beidseitig innen und außen abgestützt werden, |
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Die Borde axial belasteter Zylinderrollenlager sind bis zum Maß d1 oder D1 zu unterstützen. Maße d1, D1 siehe Maßtabellen. |
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Bei Stützlagern genügt die einseitige Abstützung des Lagerring-Bords, der die Axiallast aufnimmt. |
Außenring durch Sicherungsringe axial fixiert SicherungsringeBild 22 |
Formschlüssige axiale
Befestigung Festlager LoslagerBild 23 |
| Innenringbord verhindert das axiale Abwandern nach einer Seite Bild 24 |
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![]() |
Die
seitlichen Anlaufflächen sind feinbearbeitet (Ra |
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Vor
Sicherungs- und Sprengringen ist eine Scheibe anzuordnen, |
|
Auf eine ausreichende Überdeckung zwischen Sprengring und Scheibe ist zu achten! |
Axiale Sicherung
durch Sprengring
und Scheibe Axiale Sicherung
durch AnschlusskonstruktionBild 25 |
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Die
Sicherung erfolgt durch Sprengring und Anlageschulter, |
| Nadelhülse Axiale Sicherung durch Sprengring und Wellenschulter Bild 26 |
Nadellager Axiale Sicherung
durch Sprengringe Axiale Sicherung
durch AnlageschulterBild 27 |
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![]() |
Die
beidseitige axiale Abstützung der Lagerringe ist besonders wichtig
bei Festlagern und Lagern mit geteiltem Innen- oder geteiltem
Außenring, |
| Nadel-Schrägkugellager Beidseitige axiale Abstützung der Lagerringe Bild 28 |
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Da
angestellte und schwimmend angeordnete Lager Axialkräfte nur in
einer Richtung übertragen, müssen die Lagerringe auch nur auf einer Seite
abgestützt werden. Die Gegenführung übernimmt ein zweites, spiegelbildlich
angeordnetes Lager, |
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Bei
schwimmenden Lagerungen begrenzt man die seitliche Bewegung
der Ringe durch Wellen- oder Gehäuseschultern, Deckel, Sprengringe, |
| Axiale Befestigung Bild 29 |
| Axiale Befestigung a = Führungsspiel; a < b (b = axialer Labyrinthspalt) Bild 30 |
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Die Abdichtung beeinflusst die Gebrauchsdauer einer Lagerung erheblich. Sie soll den Schmierstoff im Lager halten und verhindern, dass Verunreinigungen in das Lager gelangen. |
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Verunreinigungen können sich unterschiedlich auswirken: |
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Grundsätzlich unterscheidet man zwischen berührungsfreien und berührenden Dichtungen in der Anschlusskonstruktion und im Lager. |
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Bei berührungsfreien Dichtungen entsteht nur Schmierstoffreibung im Schmierspalt. Die Dichtungen verschleißen damit nicht und bleiben lange Zeit funktionsfähig. Da sie keine Wärme erzeugen, eignen sich berührungsfreie Dichtungen auch bei sehr hohen Drehzahlen. |
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Einfach,
aber vielfach ausreichend, ist ein enger Dichtspalt zwischen der
Welle und dem Gehäuse, |
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Bild 31 |
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Eine
erheblich höhere Dichtwirkung als Spaltdichtungen haben Labyrinthe,
deren Spalten mit Fett gefüllt sind, |
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Bei verschmutzter Umgebung ist in kürzeren Zeitabständen Fett von innen in die Dichtspalte zu pressen. |
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Bild 32 |
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Bei
Ölschmierung und waagerechter Welle eignen sich Ringe mit Spritzkanten,
um das Austreten des Öles zu verhindern, |
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Die Ölablauföffnung auf der Unterseite der Dichtstelle muss so groß sein, dass Schmutz sie nicht zusetzen kann. |
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Bild 33 |
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Mitdrehende
Schleuderscheiben schirmen bei stärkerer Verschmutzung
den Dichtspalt ab, |
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Bild 34 |
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Still
stehende (starre) Stauscheiben bewirken, dass Schmierfett in der
Lagernähe bleibt, |
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Der Fettkragen, der sich am Dichtspalt bildet, schützt das Lager vor Verunreinigungen. |
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Bild 35 |
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Lamellenringe
aus Stahl, die radial nach außen oder innen federn, benötigen einen
kleinen Einbauraum, |
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Bild 36 |
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Platz
sparende Dichtelemente sind ein- oder beidseitig in das Lager eingebaute
Deckscheiben, |
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Lager mit Deckscheiben auf beiden Seiten werden mit Fettfüllung geliefert. |
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Bild 37 |
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Die Reibung ist hier ebenso niedrig wie bei Lagern mit Deckscheiben. Gegenüber diesen haben sie jedoch den Vorteil, dass der äußere gummi-elastische Wulst in der Nut im Außenring gut abdichtet. Dies ist bei drehendem Außenring wichtig, da das Grundöl im Fett durch die Fliehkraft aus dem Seifengerüst herauszentrifugiert wird und bei Deckscheiben durch den nichtdichten metallischen Sitz im Außenring austreten würde. |
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Lager
mit |
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Bild 38 |
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Berührende Dichtungen liegen meist mit radialer Anpresskraft an der Lauffläche an. Die Anpresskraft sollte gering sein, damit das Reibungsmoment und die Temperatur nicht zu sehr ansteigen. Auch der Schmierungszustand auf der Lauffläche, die Rauheit der Lauffläche und die Gleitgeschwindigkeit beeinflussen das Reibungsmoment, die Temperatur und den Verschleiß der Dichtung. |
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Filzringe
und Filzstreifen sind Dichtelemente, die sich sehr gut bei Fettschmierung
bewähren, |
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Bild 39 |
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Zur
Abdichtung bei Ölschmierung werden vor allem Radial-Wellendichtringe
nach |
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Wenn
man hauptsächlich das Austreten des Schmierstoffs verhindern
will, ordnet man die Lippe auf der Innenseite der Lagerung
an. Ein Dichtring mit einer zusätzlichen Schutzlippe vermeidet
auch das Eindringen von Schmutz. Dichtlippen aus Nitril‑Butadien-Kautschuk |
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Bild 40 |
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Diese
bauraumkleinen Dichtringe sind abgestimmt auf die INA-Nadellager
und eignen sich für Umfangsgeschwindigkeiten an der Lauffläche bis |
INA-Dichtring G
INA-Dichtring SDBild 41 |
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Eine
axial wirkende Lippendichtung ist der V-Ring, |
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Axial‑Lippendichtungen sind unempfindlich gegen radialen Versatz und leichte Schrägstellung der Welle. |
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Umlaufende
V-Ringe eignen sich bei Fettschmierung für Umfangsgeschwindigkeiten
bis zu |
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V-Ringe verwendet man häufig als Vordichtung, um Schmutz von einem Radial-Wellendichtring fernzuhalten. |
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Bild 42 |
Top |
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Eine
wirkungsvolle Abdichtung erzielt man bei Fettschmierung auch mit axial
federnden Dichtblechen, |
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Bild 43 |
Top |
Top |
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Lager
mit einer oder zwei eingebauten Dichtscheiben ermöglichen einfache
Konstruktionen, |
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Dichtscheiben werden beispielsweise in wartungsfreien Lagern mit Fettfüllung verwendet. |
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Die
bei Rillenkugellagern am meisten verwendete Dichtscheibenausführung |
| Dichtscheiben 2RSR Bild 44 |
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Top
Festlager
Loslager
Festlager
Loslager













Feste Passung
Wellendurchmesser
Gehäusebohrung

































