Top |
|
|
Wälzlager,
Wälzlagerteile und Wälzlagerfette |
![]() |
Grundvoraussetzung ist ein geschlossener Lagerraum, in dem keine aggressiven Medien einwirken, wie Abgase von Fahrzeugen oder Gase, Nebel, Aerosole von Säuren, Laugen oder Salzen! Direktes Sonnenlicht ist zu vermeiden, da es neben schädlicher UV‑Strahlung zu großen Temperaturschwankungen in der Verpackung führen kann! Die Temperatur soll konstant, die Luftfeuchtigkeit möglichst niedrig sein! Temperatursprünge und erhöhte Luftfeuchtigkeit führen zu Schwitzwasserbildung! |
|
Folgende Bedingungen sind einzuhalten: |
|
|
Temperatur
und Luftfeuchtigkeit müssen permanent überwacht werden!
Dies kann durch Datenlogger erfolgen! Die Messungen dürfen
nicht länger als |
|
Es
sind mindestens |
Top |
Top |
Top |
Top |
Top |
|
|
Zum Entfetten und Waschen der Wälzlager sind geeignet: |
|
![]() |
Gesetzliche Vorschriften bei Umgang, Umweltschutz und Arbeitssicherheit beachten! Vorschriften des Herstellers der Reinigungsmittel einhalten! |
|
Petroleum,
Waschbenzin, Spiritus und Dewatering-Fluids sind feuergefährlich,
alkalische Mittel ätzend! Die Verwendung von Chlor‑Kohlenwasserstoffen
ist verbunden mit Gefahren durch Brand, Explosion und Zersetzung
sowie mit Gesundheitsgefahren! Diese Gefahren sowie geeignete Schutzmaßnahmen
werden im Merkblatt |
|
Wälzlager nach dem Reinigen sofort trocknen und konservieren oder fetten (Korrosionsgefahr)! |
Top |
|
|
Ausführliche
Angaben zum Ein- und Ausbau enthalten die Publikationen |
|
Die folgenden Richtlinien sind unbedingt zu berücksichtigen: |
|
Top |
![]() |
Schläge mit dem Hammer unmittelbar auf die Lagerringe unbedingt vermeiden! |
|
|
Bei
nicht zerlegbaren Lagern sind die Montagekräfte am fest gepassten
Ring aufzubringen, der auch zuerst montiert wird, |
|
Erhält
der Innenring eines nicht zerlegbaren Lagers Festsitz, so ist das Lager
zunächst auf die Welle aufzupressen, |
| Festsitz für den Innenring, diesen Ring zuerst montieren Bild 1 |
Top |
|
|
Bei
zerlegbaren Lagern ist der Einbau einfacher; beide Ringe können hier
einzeln montiert werden, |
| Festsitz des Innenrings, Einzelmontage der Ringe Bild 2 |
Top |
|
|
Lager
bis |
|
Bild 3 |
|
Steht keine Presse zur Verfügung, können die Lager auch mit dem Hammer und einer Schlagbüchse aufgetrieben werden. |
|
Bei
winkeleinstellbaren Lagern wird ein Verkanten des Außenrings durch
eine Scheibe vermieden, die an beiden Lagerringen anliegt, |
Ohne Ausdrehung
für Tonnenlager Mit Ausdrehung
für einige
Pendelkugellager MontagescheibeBild 4 |
Top |
|
|
Lager
mit zylindrischer Bohrung sind vor dem Einbau anzuwärmen, wenn ein
Festsitz auf der Welle vorgesehen ist und der Aufwand für mechanisches
Aufpressen zu hoch ist. Die
für die Montage erforderliche Temperatur zeigt |
Wellentoleranz t = Anwärmtemperatur d = Durchmesser des Lagers Bild 5 |
|
|
Schnell, sicher und sauber arbeiten induktive Anwärmgeräte. Die Geräte werden vor allem bei Serienmontagen eingesetzt. |
Top |
|
|
Einzelne Lager kann man auf einer elektrischen Heizplatte erwärmen. Dabei ist immer mit einer thermostatischen Regelung zu arbeiten. |
Top |
|
|
Sicher und sauber sind thermostatgeregelte Heißluft- oder Wärmeschränke. Diese setzt man vor allem bei kleinen und mittelgroßen Lagern ein. Die Anwärmzeiten sind relativ lang. |
Top |
![]() |
Bei diesem Verfahren Unfallgefahr, Umweltbelastung durch Öldämpfe, Brennbarkeit des heißen Öls und Gefahr der Lagerverschmutzung unbedingt beachten! |
Top |
|
|
Wälzlager
mit kegeliger Bohrung werden direkt auf dem Kegelsitz der Welle oder
mit einer Spann- beziehungsweise Abziehhülse auf einer zylindrischen
Welle befestigt, |
Einbau mit
einer Nutmutter Einbau auf
eine Spannhülse mit
der Spannhülsenmutter Einbau auf
eine Abziehhülse mit
der NutmutterBild 6 |
|
|
Als
Maß für den Festsitz ist die Radialluft-Minderung infolge der Aufweitung
des Innenrings zu kontrollieren. Bei Pendelrollenlagern muss die
Radialluft (sr) gleichzeitig über beide Rollenreihen gemessen
werden, |
|
Werte
zur Radialluftverminderung und den Aufschiebeweg bei Pendelrollenlagern, siehe |
|
Als
Hilfsmittel zur Radialluftmessung eignen sich die Fühllehren |
| Pendelrollenlager sr = Radialluft Bild 7 |
Top |
|
|
Bereits
bei mittelgroßen Lagern sind zum Anziehen der Mutter erhebliche
Kräfte notwendig. Nutmuttern mit Druckschrauben erleichtern in solchen
Fällen den Einbau, |
|
Für
die Montage größerer Lager ist zum Aufschieben des Produkts oder Einpressen
der Hülse eine hydraulische Vorrichtung zu benutzen, |
Top |
|
|
Durch
das Hydraulik-Verfahren werden der Einbau und vor allem der Ausbau von
Lagern ab etwa |
|
Für
den Einbau wird ein Öl mit einer Viskosität von |
Einbau auf
Abziehhülsemit Nutmutter und Druckschrauben Einbau auf
kegeliger Wellemit Hydraulikmutter Bild 8 |
Top |
|
|
Angaben
zum Ein- und Ausbau enthalten die Publikationen |
|
Wenn das Lager wieder verwendet werden soll, sind folgende Hinweise zu berücksichtigen: |
|
Top |
|
|
Zum
Abziehen kleiner Lager eignen sich mechanische Abziehvorrichtungen, |
|
Spezialvorrichtungen gibt es, wenn Abziehnuten fehlen. |
|
Bild 9 |
Top |
|
|
Induktive
Erwärmungsanlagen benutzt man, um aufgeschrumpfte Innenringe von
Zylinderrollenlagern abzuziehen, |
|
Die Erwärmung erfolgt rasch, so dass sich die Ringe leicht lösen, ohne dass dabei viel Wärme in die Welle übergeht. |
|
Bild 10 |
Top |
|
|
Anwärmringe
aus Leichtmetall mit radialen Schlitzen können für den Ausbau von
Zylinderrollenlager-Innenringen verwendet werden, die bordlos sind
oder nur einen festen Bord haben, |
![]() |
Der Lagerring muss, damit er nicht überhitzt wird, nach dem Abziehen sofort aus dem Anwärmring genommen werden! |
|
Bild 11 |
Top |
Top |
|
|
Sind
Lager unmittelbar auf einem kegeligen Wellensitz oder einer Spannhülse
montiert, wird zuerst die Sicherung der Wellen- oder Spannhülsenmutter
gelöst. Anschließend ist die Mutter um den Aufschiebeweg
zurückzudrehen. Dann ist der Innenring von der Hülse oder Welle
zu treiben, beispielsweise mit einem Metalldorn oder Schlagstück, |
|
Lager,
die mit Abziehhülsen befestigt sind, werden mit einer Abdrückmutter
ausgebaut, |
Metalldorn Schlagstück AbdrückmutterBild 12 |
|
Bei großen Lagern, die mit einer Abziehhülse
befestigt sind, sind
zum Ausbau hohe Kräfte erforderlich. Hier kann man Nutmuttern
mit zusätzlichen Druckschrauben benutzen, |
Top |
|
|
Einfacher
und wirtschaftlicher ist der Ausbau von Abziehhülsen mit Hydraulikmuttern, |
|
Um
die Demontage großer Lager zu erleichtern, verwendet man das Hydraulik-Verfahren, |
|
Kegelige
Wellen müssen mit entsprechenden Ölnuten und Zuführbohrungen
versehen sein. Für die Druckerzeugung reichen Ölinjektoren. Die Anordnung der Ölkanäle beim Hydraulik-Verfahren für
den Ausbau eines Pendelrollenlagers vom kegeligen Wellensitz zeigt |
![]() |
Die Abziehhülse löst sich schlagartig! Mutter auf der Welle lassen! |
|
Große Spann- und Abziehhülsen haben schon die entsprechenden Nuten und Bohrungen! Hier muss mit einer Pumpe der nötige Öldruck erzeugt werden! |
Ausbau einer Abziehhülse: Mit Mutter
und Druckschrauben Mit Hydraulikmutter Ausbau eines Pendelrollenlagers von der Abziehhülse: Mit HydraulikverfahrenBild 13 |
| B = Breite des Lagers Bild 14 |
Top |
|
|
Zum
Ausbau verwendet man Öle mit einer Viskosität von etwa |
|
Passungsrost kann durch rostlösende Zusätze zum Öl gelöst werden. |
Top |
Top |



Top



Ohne Ausdrehung
für Tonnenlager
Mit Ausdrehung
für einige
Pendelkugellager
Montagescheibe









